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Heinz Emigholz

Über den Regisseur

Heinz Emigholz ist Filmemacher, Künstler, Autor und Produzent. Die Zusammenarbeit mit der Filmgalerie 451 begann 1989 mit seinem Film DER ZYNISCHE KÖRPER.

Die Arbeiten von Heinz Emigholz erforschen immer wieder aufs Neue das Grenzgebiet zwischen Kunst und Film. Nachdem bereits seine frühen experimentellen Arbeiten internationale Beachtung fanden, konzentriert sich sein Hauptwerk auf die Raumwirkung von Architektur. Dabei widmet sich der „weltweit genaueste Beobachter von Architektur“, wie ihn Variety genannt hat, in seinen Filmen über die Bauten von D’Annunzio, Goff, Maillard, Perret und Nervi u.a. den Ursprüngen, dem Schicksal, dem Triumph und dem Zerbrechen der architektonischen Moderne. Neben seinen Spielfilmen DIE LETZTE STADT, STREETSCAPES [Dialogue], DER ZYNISCHE KÖRPER und DIE WIESE DER SACHEN sind 22 Architekturfilme im Verleih der Filmgalerie 451 verfügbar, sowie die Filme aus dem einflussreichen Frühwerk (THE FORMATIVE YEARS) von Heinz Emigholz. Umfangreiche Angaben zu verfügbaren Formaten und Untertiteln sind auf der Seite zum jeweiligen Film zu finden.

Biografie

Heinz Emigholz wurde 1948 in Achim bei Bremen geboren. Seit 1973 ist er in Deutschland und in den USA als freischaffender Filmemacher, bildender Künstler, Kameramann, Autor, Publizist und Produzent tätig. Viele Ausstellungen, Retrospektiven, Vorträge und Publikationen im In- und Ausland. 1974 Beginn der enzyklopädischen Zeichenserie „Die Basis des Make Up“, der 2007/08 im Berliner Museum Hamburger Bahnhof eine große Einzelausstellung gewidmet war. 1978 gründete er die Produktionsfirma Pym Films. 1984 Beginn der Filmserie „Photographie und jenseits“. 1993 bis 2013 hatte er den Lehrstuhl für Experimentelle Filmgestaltung an der Universität der Künste Berlin inne. Er ist Mitbegründer des dortigen Instituts für zeitbasierte Medien und des Studiengangs Kunst und Medien. 2003 Beginn der Edition seiner Filme auf DVD (Filmgalerie 451). Publikationen u.a.: Krieg der Augen, Kreuz der Sinne, Seit Freud gesagt hat, der Künstler heile seine Neurose selbst, heilen die Künstler ihre Neurosen selbst, Normalsatz – Siebzehn Filme und Das schwarze Schamquadrat (alle vier Bücher sind im Verlag Martin Schmitz erschienen), „Die Basis des Make-Up (I) und (II)“, „Der Begnadete Meier“, „Kleine Enzyklopädie der Photographie“ und „Die Basis des Make-Up (III)“ (in Die Republik Nr. 68-71, 76-78, 89-91, 94-97 und 123-125) und Sense of Architecture mit über 600 Photographien. Heinz Emigholz ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin.

Statements

Heinz Emigholz über die Filmserie „Photographie und jenseits“

Meine Arbeit als Filmemacher besteht darin, den dreidimensionalen Raum auf einer zweidimensionalen Bildfläche zu präsentieren, ihn also in filmische Einstellungen zu zerlegen und in der Projektion neu zu konstruieren. Kameraarbeit ist so gesehen eine architektonische Tätigkeit. „Photographie und jenseits“ ist eine Filmserie, an der ich seit 1983 arbeite. Die Filme befassen sich als gestaltete Produkte mit Räumen, die schon gestaltet worden sind. Eine zweite Gestaltung wird über eine erste gestülpt. Ich habe mich gefragt: Wie wird ein Bewußtsein über Räume und Orte erzeugt ohne eine dazwischen geschaltete Dramatisierung, wie können die Räume für sich selbst sprechen? Die Entscheidung war, Film wieder auf das zu konzentrieren, was er wesentlich ist: Abbildungsfunktion und lineare Strecke, also Repräsentant des Raumes und der Blicke. „Jenseits“ meint dabei nicht den Himmel, also irgendeine religiös definierte Transzendenz, sondern den Raum hinter der Retina, in dem wir lesen und fühlen, was wir sehen – der Raum, in dem das Gesehene in unser Bewußtsein hinein oder aus ihm heraus übersetzt wird. In dieser Serie muß sich der Film tatsächlich messen lassen an dem, was er abbildet und wie er das tut. Er soll tatsächlich einfach nur zeigen. Er soll bewußt Kreuzungen von Ort und Zeit anlegen, bewahren, anschauen und analysieren – also wieder sehen lassen, was außer ihm war. Das heißt, der Film gerät wieder in eine reale Relation zur Oberfläche der Welt. Die Fotografie eines Ortes findet unter dem Einfluß von Kraftfeldern statt. Sie sind bei der Komposition des Bildes unmittelbar in den Augen zu spüren. Der Raum wird fotografisch verschraubt. Er realisiert sich in der Relation von Blick und Wirklichkeit im Prozeß eines durchdringenden Abtastens. Seit ich Filme mache – also seit fünfundvierzig Jahren (und für mich ist Filmemachen synonym mit Kameraarbeit, die ich selbst ausführe), bin ich fasziniert vom Kadrieren des filmischen Bildes. Also von der Konstruktion eines Bildes durch Komposition seiner Flächenbestandteile innerhalb eines vorgegebenen Rechteckes. Ich bin kein Architekt, habe keine Ahnung von der Gestaltung dreidimensionaler Objekte, sehe mich aber als Spezialist, dreidimensionale Situationen auf eine Bildfläche überführen zu können. Und dann werden diese konstruierten Bilder (die durch eine bereits konstruierte, dreidimensionale Realität ermöglicht worden sind) in einer linearen Weise angeordnet, werden aufgehäuft, addiert in unserem Bewußtsein im Akt des Sehens und Erinnerns, und so wird aus einem Film eine imaginäre Architektur in der Zeit. Man kann dann vielleicht darüber meditieren, was Architektur ist, war oder sein könnte. Aber um das geschehen zu lassen, müssen die Bilder von den Wörtern getrennt werden. Denn was diese Bilder uns wesentlich zu erzählen haben, sind nicht Wörter und Sätze, sondern Räume und Oberflächen und deren Beziehungen, denn das sind die Bestandteile der architektonischen Erfahrung.

„Photographie und jenseits“ ist eine Serie von über dreißig Filmen zu Architektur, Skulptur, Schrift und Zeichnung, an der Heinz Emigholz seit 1983 arbeitet.

Filme im Programm der Filmgalerie 451

D 2020, 100 min

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D/ISR 2017, 92 min

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Eine filmische Dokumentation von 29 Bauwerken des uruguayanischen Architekten und Schalenbaumeisters Eladio Dieste (1917-2000). Als Prolog drei Bauwerke von Julio Vilamajó (1894-1948), als...

D 2017, 132 min

Es gibt Straßen, Pfade, Autobahnen, Gassen, Boulevards und Promenaden. Und es gibt Lebenswege, Kreuzungen und Sackgassen.

D/DK 2015, 29 min

Zwei Bauwerke auf Konfrontationskurs.

D 2014, 108 min

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D 2013, 18 min

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D 2012, 100 min

17 Bauwerke des italienischen Bauingenieurs Pier Luigi Nervi in Italien und Frankreich, unterbrochen von zehn filmischen Studien antiker Bauten aus den ersten Jahrhunderten nach Christus.

D 2012, 110 min

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Offener Voyeurismus beherrscht die Szenerie. Wo immer es geht, spießen sich die Menschen gegenseitig an ihren Gefühlen auf und treiben sich die Keile der Liebe ins Fleisch, A will ausschließlich B...

D 1974-83/ 1995-2000/ 1986-2004, 94 min

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D 1972-75, 142 min

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D 1975-77, 56 min

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Filme im Programm der Filmgalerie 451

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