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Über uns

Seit mehr als 30 Jahren ist die Filmgalerie 451 ein Raum für Filmkunst, Off-Filme und Entdeckungen. Unsere Mission ist es gute, seltene und besondere Filme zu entdecken und verfügbar zu machen. Nach Möglichkeit präsentieren wir das gesamte Werk einer Regisseurin oder eines Regisseurs, aber genauso gerne einzelne Filmperlen.
Eine Stärke des Programms der Filmgalerie 451 besteht aus der Kombination von Produktion und Verleih und den daraus entstandenen Netzwerken.

Gute Filme sind für uns Filme, die anregen, berühren, fesseln, in eine andere Welt entführen und inspirieren. Es ist keine Frage des Genres, wichtig ist die Haltung und die Handschrift der Autor*innen und Filmemacher*innen. Im besten Fall gibt der Regisseur etwas von sich preis, teilt es mit uns und findet eine Form, die mit uns kommuniziert. Ein guter Film ist geheimnisvoll, macht glücklich und bereichert uns. Wir lieben mutige Filme, die sich politisch oder künstlerisch positionieren, einen eigenen Blick auf unsere Welt zeigen und überraschen. Mit unserem Programm wollen wir diese Leidenschaft für Film und Kino teilen.

Als wir mit der Filmgalerie 451 anfingen, ging es darum gute Filme auf Videokassette zu finden und auszuwählen, weil normale Videotheken hauptsächlich straight to Video - Ware anboten. Heute geht es darum, den Stellenwert von Filmkunst und Kino gegenüber Serien- und Fernsehdramaturgie zu schützen und zu behaupten!

Im Februar 2021 schrieb Martin Scorcese im Harper’s Magazine: „Die Kunst des Kinos wird systematisch entwertet, ins Abseits gestellt, erniedrigt und auf den kleinsten gemeinsamen Nenner reduziert: „Content“. Wir wehren uns mit Scorsese gegen diese Entwicklung und wissen, dass wir uns auf den guten Geschmack des Filmgalerie 451-Publikums verlassen können.

FILMGALERIE 451 – RÜCKBLICK

Wir kuratieren und veröffentlichen seit 1987 unter dem Namen Filmgalerie 451 Filmprogramme, zuerst als Studierende in unserer Videothek in Stuttgart. 1991 war der Kurzfilm „Am Strand von Merkala“ die erste Filmgalerie 451-Filmproduktion, aus dem die Filmtrilogie „Paul Bowles-Halbmond“, und somit unser erster Langfilm, entstand.
Zur gleichen Zeit war das steigende Interesse an Nicht-Mainstreamfilmen in unserer Videothek die Basis, kleine VHS-Video-Auflagen von Filmen von Freunden und Kollegen zu veröffentlichen. So entstand das Label „451-Video“. Die ersten Veröffentlichungen waren „Die Jungfrauenmaschine“ von Monika Treut und „Das deutsche Kettensägenmassaker“ von Christoph Schlingensief.
2001 begannen wir mit der Filmgalerie 451 auch Filme von anderen Regisseuren zu produzieren, zuerst von Heinz Emigholz („Goff in der Wüste“) und Christoph Schlingensief („Freakstars 3000“), später von Werner Schroeter („Diese Nacht“), Cynthia Beatt („The Invisible Frame“) und anderen.
2002 zogen wir mit der Filmproduktion, dem Videolabel (inzwischen DVD-Label) und der Videothek nach Berlin um und begannen auch Filme fürs Kino zu verleihen. Die ersten Filme im Verleih waren „Milchwald“ von Christoph Hochhäusler und „Montag kommen die Fenster“ von Ulrich Köhler.
Die Filmproduktion ist seit 2003 der Schwerpunkt unserer Arbeit, „Stadt als Beute“ von Esther Gronenborn, Miriam Dehne und Irene von Alberti, nach einem Theaterstück von René Pollesch, war unsere erste Berlin-Produktion, aber auch den Kino-Verleih und das Label (DVD und VOD) betreiben wir mit viel Enthusiasmus weiter, um gute Filme zugänglich zu machen.

Irene von Alberti und Frieder Schlaich