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Salamone, Pampa

D 2022, 62 min

Architektur als Autobiographie. Photographie und jenseits – Teil 34. Fünfundzwanzig Bauwerke des argentinischen Architekten Francisco Salamone (1897-1959).

Synopsis

Der Film zeigt elf Schlachthäuser, neun Rathäuser und Plätze, eine Schule und vier monumentale Friedhofsportale, die Francisco Salamone mit seinem Team in den Jahren 1936 bis 1939 in der argentinischen Provinz Buenos Aires in den Städten Alem, Azul, Balcarce, Carhue, Colonel Pringles, Epecuén, Guamini, Laprida, Pellegrini, Saldungaray, Salliquelo, Tres Lomas und Vedia errichtet hat.  

Die Dreharbeiten zum Film fanden im November 2021 in Argentinien statt.

Aktuell

Weltpremiere beim DOK Leipzig Festival im Oktober 2022 in der Sektion Camera Lucida:
Screening dates:
20.10.2022, 14:30, Regina Palast 6
21.10.2022, 21:00, Passage Kinos Wintergarten

Ebenfalls im Programm vom DOK Leipzig Festival werden Heinz Emigholz' Filme Schlachthäuser der Moderne im deutschen Wettbewerb und Mamani in El Alto in der Sektion Camera Lucida gezeigt.

Viennale Screening Dates:
28.10.2022, 11:00, Metro, Historischer Saal

Ebenfalls im Programm der Viennale werden Heinz Emigholz' Filme Mamani in El Alto und Schlachthäuser der Moderne gezeigt.

IFF Ma del Plata Screening Dates:
04.11.2022, 20:10, Paseo Aldrey (Sala Aldrey 1)
07.11.2022, 17:30, Paseo Aldrey (Sala Aldrey 1)
10.11.2022, 14:10, Paseo Aldrey (Sala Aldrey 1)

Ebenfalls im Programm der IFF Mar del Plata werden Heinz Emigholz' Filme Mamani in El Alto und Schlachthäuser der Moderne gezeigt.

 

Pressestimmen

Schlachthäuser mit aufgesetzten Betonklingen, monumentale Friedhofsportale auf flachem Land: Architekt Francisco Salamone (1897–1959) prägte das Bild der argentinischen Pampa rund um Buenos Aires. In Teil 34 seiner Filmreihe „Photographie und jenseits“ tastet Heinz Emigholz einmal mehr Baukunst auf biografische Spuren ab. Salamone, als Kind aus Sizilien eingewandert, verwirklichte seine Ideen zwischen 1936 und 1940 – als Mussolinis Italien die Architektur als ideologisches Gewerk neuentdeckte.
Beim Rathaus von Coronel Pringles scheinen Äxte in die Fassaden zu schlagen. Anderswo wachsen steinerne Baumpilze. Und vorm Friedhof von Saldungaray formiert sich, von der Rückseite aus betrachtet, ein gigantischer Pfannkuchen oder eine Satellitenschüssel, während vorn ein leidender Jesuskopf aus dem Beton hängt. Monumentale Entwürfe, hier und da mit Elementen des Art déco oder des italienischen Futurismus versehen, die hoch in den Himmel ragen und Bedeutung markieren. Francisco Salamone wirkte in den Jahren der „Década infame“, jenes berüchtigte Jahrzehnt, auf das wenig später die Präsidentschaft Juan Peróns folgte. Ungastlich und voller Hybris muten die Gebäude an. Von Moderne und Fortschritt sollten sie künden und erhoben sich doch schreckensgleich über die Bauernschaft des Landes. Heinz Emigholz dokumentiert die einschüchternden Bauwerke aus allen erdenklichen Winkeln. — Carolin Weidner, DOK Leipzig 2022

Wie in noch keinem anderen Emigholz sind die Filmbilder mit Tieren – Rindern, Pferden, verschiedenen Vögeln und einem aus einem Tor stolzierenden Hahn – bevölkert. Ein „Tierfilm“ also, wie der Filmemacher selbst im Anschluss an das Screening meinte. Das hat schon etwas Ironisch-Befriedigendes, dass diese Orte, die die industrielle Fleischverarbeitung auf so obszöne Weise theatralisieren, dieselben sind, die nun den Tieren eine Bühne innerhalb eines Architekturfilms bieten. Sowieso schafft es Emigholz’ Film wieder einmal, Zeugnisse einer zeitspezifischen architekturpolitischen Topografie freizulegen, die man mit jeder Einstellung etwas besser zu verstehen meint – und das, obwohl wir gar nicht mit Hintergründen „versorgt“ werden. — Tilman Schumacher, critic.de 2022

Preise und Festivals

- DOK Leipzig
- Viennale
- IFF Mar del Plata

Credits

Buch und Regie
Heinz Emigholz
Kamera
Heinz Emigholz, Till Beckmann
Lokales Management Argentinien
Esteban Bellotto
Generelle Assistenz Argentinien
Ueli Etter
Originalton
Esteban Bellotto
Schnitt
Till Beckmann, Heinz Emigholz
Tongestaltung und Mischung
Christian Obermaier, Jochen Jezussek
Postproduktion
Till Beckmann
Produktionsassistenz
Anna Bitter, Viviana Kammel
Produzenten
Frieder Schlaich, Irene von Alberti
Produktion
Filmgalerie 451

Dank an Alejandra Casemayor, Viviana Castro, Eugenia Cavallaro, Rubén Ghio, Stefan Kolosko, Alejo Magarinos, Vanesa Neubauer, Camila Paredes, Jonathan Perel, Sergio Picazo, Ana Ramos, María Sueldo, Maia Vena und Centro Cultural Salamone in Balcarce, Chamber of Commerce in Guamini, Offices of Culture in Alem, Azul, Carhué, Laprida, Pringles,, Saliqueló und Pellegrini, Office of Tourism in Tres Lomas

Kinoverleih-Infos

Verleihkopien
DCP (4k, Farbe, 5.1)
Bildformat
16:9
Sprache
Kein Dialog
Werbematerial
/
Lizenzgebiet
Weltweit
FSK
Info-Programm gemäß §14 JuSchG