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Weil ich schöner bin

WEIL ICH SCHÖNER BIN Frieder Schlaich, D 2012, 81 min

Die mitreißend gefilmte Geschichte einer 13-jährigen Schülerin in Berlin, der die Abschiebung nach Kolumbien droht. (Filmfest Osnabrück 2012)

Charo ist 13, geht mit ihren Freunden in Berlin zur Schule und hat den coolsten aller Jungs im Visier. Ein ganz normales Teenie-Leben. Scheinbar. Denn was niemand weiß: Charo lebt seit Jahren ohne Papiere in Deutschland. Nicht einmal ihre beste Freundin Laura darf das wissen. Die Probleme spitzen sich zu, als ihre Mutter von der Polizei geschnappt wird und mit ihr nach Kolumbien zurück will. Charo muss sich Laura anvertrauen, denn allein schafft sie nicht, was sie unbedingt will: Um ihre Zukunft in Deutschland kämpfen.

Pubertät, Vertrauen, prekäre Lebensverhältnisse und Betrügereien. WEIL ICH SCHÖNER BIN verquickt eine lebendige Teenager-Story mit dem Ausnahmezustand Illegalität. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte.

20. April 2013: „Bronze Horse for Best Film“ in Stockholm!
WEIL ICH SCHÖNER BIN erhält den Hauptpreis beim Stockholm Film Festival - Junior.
Die Entscheidung der Jury aus 9 Kindern zwischen 8 und 14 Jahren lautet: „A touching, unpredictable and realistic story which makes the audience think. The actors are excellent and the characters are well played which makes the relationship between the characters stand out and the story come together.“

Im November 2013 den zweiten Preis der Sektion Spielfilm beim Chicago Int. Children's Film Festival!
(LAF Adult Jury second prize CICFF 2013) und im Juni 2014 die "Jury Special Mention in feature films competition" beim First Moscow Int. Film Festival for the Young Audience: "For discovering family troubles in modern humanitarian, social and political situation."
Im November 2014 gewinnt der Film seinen dritten Preis beim "International Film Festival For Children and Youth" (8.-12.11.14) in Armenien: Winner Film in the nomination “I Have Rights”

TV-Premiere im KiKA am 19. September 2014 um 19:30 Uhr (Lollywood) zum Start des Jahresschwerpunktes "Kinderrechte"(Externer Link)!
Am 21.9. um 19 Uhr beim Sommerfest für die medizinische Flüchtlingshilfe in Berlin.

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Festival-Termine
- WEIL ICH SCHÖNER BIN feiert im April seine internationale Premiere beim Stockholm International Film Festival - Junior (15.04.-20.04.2013): Als Eröffnungsfilm! - Asien-Premiere beim JeonJu International Film Festival in Südkorea (25.04.-03.05.2013) - KiKiFe - KinderKinofest in Marktoberdorf (18.-25. April 2013) - Sommerblut Kulturfestivals in Köln (09.-26. Mai 2013): 22. Mai 2013, 20:00 Uhr, Filmclub 813, Kino in der Brücke, Hahnenstraße. 6, 50667 Köln - Zlin Film Festival in Czech Republic (27. Mai - 1. Juni):  29. Mai 2013, - Festival des deutschen Films in Ludwigshafen (13.-30. Juni 2013) - Interkulturelle Woche in Weimar (28.-29. September 2013) - Katedralskolan in Uppsala / Goethe-Institut Schweden (2. Oktober 2013) - Schools programme at IFI (Irish Film Institute) in Dublin (Oktober-November 2013) Nord-Amerika-Premiere Chicago International Children's Film Festival (25.10.-03.11.2013) - Jugendfilmtage in Bremen (November 2013) - Univerciné Allemand - festival de cinéma in Nantes (06.11.-12.11.2013) - Festival Les Enfants du cinéma, Charleville-Mézières (Februar 2014) - Cinephil, Saint Philbert de Grand Lieu (06.02.2014) - Prokino, Vendome (14.-18.04.) - CAT - Moscow International Film Festival (01.-06.06.) - Interkulturelle Woche im Jugendcafé Simmern & micado Dormagen (30.10.) - International Festival of Films for Children and Young People kicking off Armenia (01.-05.11.) - Festival Augenblick (in 30 elsässischen Kinos in Frankreich, 12.-29.11.2014) u.a.

Schulkinowochen-Termine
Kino Wathlingen
(19.2.-20.2.) - CinemaxX Wolfsburg (20.-21.2.) - Kino Nienburg (26.-27.02.) - Filmhof Hoya (03.-07.03.) - Casablanca Oldenburg (03.-07.03.) - Cinema Salzgitter-Bad (06.-14.03.) - KoKi Freiburg (11.+13.03.) - Camera Helmstedt (13.03.) - Thega Filmpalast Hildesheim (13.-14.03.) - Astoria Peine (14.03.) - Central Würzburg (27.03.-02.04.) - Cineplexx Marburg (27.03.) - Union 2 Immenstad (27.03.-02.04.) - Filmburg Sonthofen (31.03. - 11.04.) -  Filmtheater Valentin Frankfurt-Höchst (03.-09.04.) - Kino Witzenhausen (03.-09.04.) - Kinopolis Viernheim (03.04.) - CinemaxX Offenbach (04.04.) - Mal seh'n Kino Frankfurt (10.-16.04.) - Cinebar Gross-Gerau (17.-23.04.) - Cinepark Hofheim (24.04.-30.05.) - Cinepark Karben (01.-07.05.) - Filmforum Frankfurt-Höchst (08.-14.05.) - KoKi Hannover (12.-20.05.) - Saalbau-Lichtspiele Heppenheim (15.-20.05) - Die Filminsel KoKi Biblis (22.-28.05.) - Orfeos Erben Frankfurt (29.05.-04.06.) - Capitol 2 Witzenhausen (05.06.-18.06.)

Kinostart: 27. Dezember 2012
DVD-Release: 28. Juni 2013
VoD/iTunes: 20. September 2013

Offizielle Webseite zum Film mit dem Soundtrack (Songs von Miss Kenichi, Sea + Air, Charter, Amalva, Beatsteaks), Bonusclips, dem Kinoflyer, Pannen, Making-Of und mehr: WWW.WEILICHSCHOENERBIN.DE

PDF
Unterrichtsmaterial zum Download auf: WWW.WEILICHSCHOENERBIN.DE
Das 24seitige PDF beinhaltet u.a.:
- Drehbuch-Szenen
- Interviews mit Regisseur Frieder Schlaich & Hauptdarstellerin Mariangel Böhnke
- Kostüm-Auszüge
- Informationen zum Thema: Ausnahmezustand Illegalität
- Arbeitsblätter für Schülerinnen, Schüler und Lehrer

Im Programm der SchulKinoWochen / Vision Kino

Die wahre Geschichte zum Film
Der Film WEIL ICH SCHÖNER BIN beruht auf der wahren Geschichte von Valentina R., die mit 11 Jahren von Kolumbien nach Deutschland eingereist ist.
Als die Einreisegesetze für Kolumbianer 2001 verschärft wurden, organisierte ihre Mutter, die bereits ohne Papiere in Berlin lebte, Valentinas Einreise. Unterstüzt wurde sie dabei vom Bündnis „Papiere für alle", dem auch Drehbuchautorin Claudia Schaefer angehörte. Sie lernte Valentina am Tag ihrer Ankunft in Berlin kennen und fing vier Jahre später an ihre Geschichte aufzuschreiben.
Nachdem Valentinas Touristen-Visum abgelaufen war, lebte sie mit ihrer Mutter ohne Papiere in Berlin. Der Ausnahmezustand wurde für sie zur Normalität. Aber bei jedem gefährlichen Moment, wie einem Streit oder einem Unfall in der Öffentlichkeit, lief sie aus Angst vor der Polizei davon. Die Anmeldung an der Oberschule ohne Papiere war damals ein harter Kampf für Valentina. Denn das Schulzugangsrecht und die damit verbundene Meldepflicht wurde erst 2011 etwas gelockert. 
Valentina hat, wie Filmfigur Charo, die teuren Kleider der Leute angezogen, deren Häuser ihre Mutter geputzt hat, ein Kaninchen in einer Plastiktüte geklaut, mit ihrer Mutter Lieder in der U-Bahn gesungen und unter der Decke ihre Anwältin angerufen, als die Polizei an der Tür klingelte. Valentina musste auch, wie Charo, aus Not viel lügen und anderen immer etwas vorspielen.

Ausnahmezustand Illegalität
In Berlin leben schätzungsweise fünfzigtausend, deutschlandweit rund eine halbe Million Menschen ohne Papiere. Sie müssen täglich damit rechnen, entdeckt, festgenommen oder ausgewiesen zu werden. Sie leben darum häufig sehr unauffällig. Ihr Leben in der Schattenwelt erschwert ihnen Rechte auf Schutz, Bildung, Wohnen, Arbeit oder Gesundheitsversorgung wahrzunehmen. Öffentliche Stellen sind meistens verpflichtet, Menschen ohne Papiere zu melden. Der Film gibt einen kleinen Einblick in ein Leben ohne Papiere, erzählt an der wahren Geschichte eines Kindes.

Anmerkungen des Regisseurs Frieder Schlaich
Die Kraft und der Konflikt der Hauptfigur Charo haben mich in dem Drehbuch von Claudia Schaefer sofort angesprochen. Jugendliche Filmhelden, die an der Schwelle zum Erwachsenwerden stehen, die die Welt noch nicht richtig verstehen und doch schon mit all ihren Härten konfrontiert sind, finde ich besonders spannend.
Ich wollte dem Ausnahmezustand Illegalität nachgehen, gerade in einer Stadt wie Berlin, die so liberal und international ist. Wie lebt man mit der Angst, erwischt und abgeschoben zu werden, noch dazu als junges Mädchen, in einem Alter, in dem es auch ohne dieses Problem schon drunter und drüber geht?

Da ich selbst zwei Kinder im Alter von Charo habe, kenne ich das magere Filmangebot für diese Altersgruppe. Jugendfilme sind im Kino praktisch nicht existent, was zu einem großen Teil an der Ablehnung des Genres beim Fernsehen und folglich auch bei den Filmförderungen liegt.

Die Besetzung mit Mariangel Böhnke als Charo war für mich ein wichtiger Antrieb den Film zu machen. Sie war von der ersten Begegnung an völlig anders als andere Kinder. Sie war sprunghaft, unberechenbar, verschlossen, aggressiv und gleichzeitig strahlend. Sie hat mich neugierig gemacht, und bei allen Schwierigkeiten, die wir auch hatten, viel in den Film eingebracht.

Die schwierigen Lebensumstände von "illegal" lebenden Menschen spielen im Film bewusst keine große Rolle. Ich wollte keinen grauen, deprimierenden Film zu diesem Thema machen, sondern den Blick auf etwas werfen, das mir mindestens so wichtig erscheint: Es ist dieser Zustand ständiger Unsicherheit und Misstrauens, der einen Menschen dauerhaft prägt und beschädigt. Gerade für Kinder sind Sicherheit, Vertrauen und Freundschaft so wichtig. Deshalb ist die Freundschaftsgeschichte zwischen den beiden Mädchen das Herzstück des Films. Charo schafft es im Laufe des Films, jemandem zu vertrauen, darum geht es.

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Pressestimmen

Mariangel Böhnke spielt diese Charo in ihrer ersten Filmrolle. Man staunt und freut sich über ihre unverbrauchte, akzentuierte Präsenz, die in Frieder Schlaichs Film stets wach registriert wird von der für Details und kleine Gesten empfindsamen Kamera von Benedict Neuenfels. Zu Recht verlässt sich Regisseur Schlaich auf Böhnke und ihre mitreißende Darstellung eines Mädchens in der Pubertät, weil diese dem eigentlichen Ausgangspunkt seines Films einen entscheidenden, realistischen Dreh gibt. Denn "Weil ich schöner bin" erzählt die Geschichte von Charos Passage zum Erwachsenwerden vor dem Hintergrund einer existentiellen, politisch motivierten Bedrohung: Charo ist nicht nur ein typischer Teenager, sondern hält sich auch illegal in Berlin auf. (Tip, Michael Baute )

Vor allem aber ist "Weil ich schöner bin" ein Film über das Leben im ständigen Transit, ein Film über das Leben in geborgten Räumen, die immer nur Station und Durchgang, nie Rückzugsort und Heim sind: Passend, dass der Film in einer Wohnung beginnt, deren Mietvertrag die Bewohner nicht unterschrieben haben, und am Flughafen endet, dem Nicht-Ort par excellence. [...] Im Grunde ist Charos Familie bestens integriert und längst angekommen: Die Dringlichkeit zur Abschiebung - der Film basiert auf einem realen Fall - verweist auf die Absurdität eines Systems, dem der Mensch nichts ist, die eigenen bürokratischen Strukturen alles sind. (taz, Thomas Groh)

Ein gelungenes Beispiel für einen starken Jugendfilm, weil es Schlaich gelingt, plausibel und dramaturgisch wirksam das Thema Illegalität zu behandeln – und zwar ohne angestrengte Integrationsrhetorik, sondern als unmittelbare Beschreibung eines Lebens unter erschwerten Bedingungen. (Critic.de, Till Kadritzke)

Unsentimental und ergreifend: Mit einer fantastisch spielenden Newcomerin wirft dieses Drama ein Licht auf die Situation einer großen Zahl Menschen mitten unter uns. (Bild, Oliver Kube)

Ein politisch brisanter wie schwieriger Stoff, nah an der Realität und immer aktuell, den Regisseur Frieder Schlaich mit „Weil ich schöner bin“ präsentiert. Nach langer Abstinenz kehrt Schlaich damit zu seinen Wurzeln des politischen Kinos zurück, die er mit „Paul Bowles – Halbmond“ und „Otomo“ vor 10 Jahren begründet hat. Für seine siebte Regiearbeit hat sich Schlaich nahezu ausschließlich neuen Darstellern anvertraut, vorweg Mariangl Böhnke als Charo. (moviemaze.de)

Eigentlich erlebt man hier einen ganz gewöhnlichen Teenager mitten in der Pubertät, mit den typischen Problemen, Träumen und Hoffnungen. Gezielt unterbricht der Regisseur Frieder Schlaich diese Normalität durch die persönliche Dramatik des illegalen Aufenthalts. Darin wurzelt ein zentrales Motiv: Die Frage nach dem Vertrauen in seine Mitmenschen. Der Film ist auf einer wahren Geschichte begründet. (Berliner Zeitung)

Sympathische Teenager-Geschichte um eine 13-jährige Kolumbianerin (Mariangel Böhnke), die mit ihrer Mutter illegal in Berlin lebt, und die beherzt gegen die drohende Abschiebung kämpft. (Neues Deutschland, Renate Biehl)

"Weil ich schöner bin" ist ein politischer Kinder- und Jugendfilm, dessen Geschichte Frieder Schlaich konsequent aus der Perspektive des Teenagers erzählt. (film-dienst, Esther Buss)

Schöne Mischung aus Teenagerfilm, verquickt mit den Problemen illegaler Einwanderer. Der Film beruht auf einer wahren Geschichte. (BZ, LMS)

Basierend auf wahren Begebenheiten schafft es der Film, gerade durch seine äußerst starke Hauptdarstellerin den jugendlichen Sturm der Gefühle sehr gut rüberzubringen und das Problem der Illegalität überzeugend darzulegen. (Westzeit, Ellen Paris)

Der Film von Frieder Schlaich basiert auf einer wahren Geschichte. Jedoch geht es ihm nicht darum, möglichst detailgetreu die Lebensumstände von rund einer halben Million Menschen ohne Papiere darzustellen. Vielmehr will er die ständige Angst und Unsicherheit, in der diese Menschen leben müssen, erfahrbar machen, was ihm auch gelingt. (Fluter.de, Ingrid Beerbaum)

Mit weichem, warmem Licht filmt Kameramann Benedict Neuenfels diese Szenen, die oft wie kleine, hingeworfene Momente wirken, ganz beiläufig eingefangen. In den besten Szenen erinnert das nicht umsonst an die Lässigkeit von Filmen Dominik Grafs, für den Neuenfels einige Male hinter der Kamera stand und die zeigen, wie auch eine kleine Produktion mit einfachen Mitteln hochklassig wirken kann. (Programmkino.de, Michael Meyns)

Der Film ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie gut Kinder- und Jugendfilm sein kann. Der Film ist aus der Sicht des Mädchens erzählt und sie ist gar nicht unterdrückt und eingeschränkt, wie wir uns ein papierloses Mädchen vorstellen. (Filmen är ett lysande exempel på hur bra barn- och ungdomsfilm kan vara. Blicken är hela tiden tonåringens, och hon är inte alls så där kuvad och undergiven som vi inbillar oss att en papperslös flicka ska vara.) (Svenska Dagbladet 4.2013)

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