Navigation überspringen

 
The Formative Years (I)

THE FORMATIVE YEARS (I) Heinz Emigholz, D D 1972-75, 142 min

Fünf Filme von Heinz Emigholz

"Heinz Emigholz künstlerische Arbeit erkundet den Grenzbereich zwischen Film und bildender Kunst. Sein frühes Filmwerk lieferte wichtige Impulse für die internationale Experimentalfilmbewegung der 1970er und 80er Jahre und gehört zu den wenigen experimentellen Arbeiten aus Deutschland, die international nachhaltig Beachtung fanden. Mit dem Projekt THE FORMATIVE YEARS wird ein Bereich der Filmgeschichte sichtbar und zugänglich gemacht, an dem sich angesichts der Umbrüche von einer analogen in eine digitale Welt höchst aktuelle Entwicklungen diskutieren lassen." (Stefanie Schulte-Strathaus)

Filmauswahl:
SCHENEC-TADY I (D 1972/73, 40 min, s/w, stumm)
SCHENEC-TADY II (D 1973, 19 min, Farbe, stumm)
ARROWPLANE (D 1973/74, 24 min, Farbe, stumm)
TIDE (D 1974, 34 min, s/w, stumm)
SCHENEC-TADY III (D 1972/75, 25 min, s/w, stumm)

"Diese Filme erforschen, über kommunikative Strukturen hinaus, durch Wahrnehmungen und Bewegungen, die Prozesse entstehender Bedeutungen. Sie fangen, ohne abzubilden, Vorstellungen von End- und Zeitlosigkeit in rigorose Kompositionen ein. Dabei entfaltet sich etwas wie eine Logik der Materie... Man hat nicht den Eindruck, nach den meist zwanzig bis dreißigminütigen Filmen das Gefilmte besser zu kennen, wohl aber ein entschiedeneres Bewusstsein vom Eigenleben von Landschaften und Dingen, von der Beschränktheit dessen, was wir mit unserem Blick aufnehmen, und der Unzulässigkeit unserer immer anthropomorphen Wahrnehmungsweise. Man beginnt zu überlegen, wie ein technisches Medium mit soviel Möglichkeiten, die alten Wahrnehmungsweisen der anderen Künste zu verändern, so total von ihnen aufgesogen werden konnte." (Frieda Grafe, Geraffte Zeit, geballter Raum)

SCHENEC-TADY I war bei seiner Uraufführung in London 40 Minuten lang und ist 1975 auf seine jetzige Länge gekürzt worden. Die herausgeschnittenen Teile dienten 1975 als Grundlage für SCHENEC-TADY III. Die SCHENEC-TADY-Filme sind mit Hilfe von Gobsek produziert worden.

SCHENEC-TADY II Der Film ist unter dem Titel CONNECTICUT projektiert worden und sollte aus zwei Teilen bestehen. Das Negativ des im Mai 1973 in Hamburg gedrehten ersten Teiles ist in der Post verlorengegangen. Daraufhin wurde das Projekt zu dem jetzt vorliegenden Film umgeschrieben.

ARROWPLANE
 Der Film stellt die Multiplikation eines Kameraschwenks mit sich selbst dar, angewandt auf drei Landschaften - Wiesenhügel, Stadt und Strand. Die Kamera ist während der Aufnahmen fest an einem Ort montiert. Der Schwenkwinkel beträgt in allen drei Teilen 180 Grad. Auf jedem dritten Grad liegt ein Einstellungspunkt für die Kamera. Fotografiert wurde nur von diesen, auf dem Stativ vorgegebenen Einstellungspunkten aus. Es wurden nur einfach belichtete Einzelbilder aufgenommen. 

TIDE
 Der erste Teil von TIDE zeigt in 15 Minuten die Progression von Ebbe bis Flut. Der zweite, gleich lange Teil verfolgt die Veränderungen von Flut bis Ebbe. Die besondere Arbeit des Künstlers bestand in der Festlegung eines komplexen Aufnahme-Plans (Score), der genau beschrieben werden muss. Das Endergebnis ist eine mehrschichtige, fließende Filmhandlung, die einen linearen Zeitablauf nicht zeitlich linear darstellt, sondern aufeinanderfolgende Momente einander gleichzeitig gegenüberstellt. Arthur Gordon Pym gewidmet

SCHENEC-TADY III 
Die aufwendigen Kopierarbeiten sind 1975/76 in Hamburg ausgeführt worden. Die SCHENEC-TADY-Filme sind Great Birnam Wood gewidmet.

mehr... weniger...

Preise und Festivals