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Sullivans Banken

SULLIVANS BANKEN Heinz Emigholz, D 1993-2000, 38 min

Architektur als Autobiografie – Louis H. Sullivan (1856-1924)
Photographie und jenseits – Teil 2

Der Film zeigt die letzten acht Gebäude, die der berühmte amerikanische Architekt Louis H. Sullivan (“form follows function”) am Ende seiner Karriere gebaut und ausgestattet hat. Vorgehängte Fassaden, die keine tragende Funktion mehr hatten, wurden von ihm konsequent frei gestaltet. Von Bauwerk zu Bauwerk variierte er dabei ein modular ornamentals Design aus Backsteinen, Stahl, Gips, Terracotta, Glas, Keramik, Mosaiken, Marmor, Licht, Reliefs, Matritzenmustern, Holz und Metall.

Schriften und Bauten von Louis H. Sullivan zeichneten entscheidende Positionen der Moderne vor, auch ihre Janusköpfigkeit. Seine zur modernen Bauweise parallel gedachte und gestaltete, organische Ornamentierung wurde in Deutschland kaum wahrgenommen. Zwar wurde 1926 in der "Ausstellung neuerer amerikanischer Baukunst" in der Berliner Akademie der Künste die Arbeit Sullivans in einem zentralen Saal ausgestellt. Für theoriefähig hielt man den Lehrer Frank Lloyd Wrights in Europa allerdings nicht. Auch nicht Sullivans mittlerweile weltberühmtes Credo "Form follows function".

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Pressestimmen

Während der Film diese schönen, diskret verzierten Backsteingebäude untersucht, die aus ihrer banalen zeitgenössischen Umgebung herausstechen wie Juwelen, wird man dazu veranlasst, sich über die starke psychologische Wirkung von Architektur Gedanken zu machen. Elegant, jedoch nie pompös, haben diese Strukturen im Landesinneren von Amerika die beruhigende Anmut und Solidität von säkularen Kathedralen des Kapitalismus. Und der Film bewundert sie mit einer entsprechenden andächtigen Ehrfurcht. (THE NEW YORK TIMES)

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