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Miscellanea I-VII

MISCELLANEA I-VII Heinz Emigholz, D 1986-2010, 152 min

Sieben Filme von Heinz Emigholz

„Miscellanea" nenne ich die Filme, die sich im Laufe meiner Arbeit an anderen Filmen aufgedrängt haben, gemacht zu werden – ohne Auftrag und Finanzierungsdebatten. Studien auf 35mm-Film und HDV. Die Filme sind Gefäße für Sammlungen filmischer Einstellungen, Fußnoten, Anmerkungen und Hinweise, zu sehen als Vorhut und Erinnerung.

So gingen die Filme EL GRECO IN TOLEDO und AN BORD DER USS TICONDEROGA aus zwei Szenen des Films DER ZYNISCHE KÖRPER von 1991 hervor. Die Bilder tauchten dort nur marginal als Bestandteil der Story auf. Die Notwendigkeit zu ihrer genaueren Betrachtung lebte jenseits der begrenzten Spielfilmzeit aber fort.“ (Heinz Emigholz)

MISCELLANEA I, Photographie und jenseits - Teil 5
MISCELLANEA II, Photographie und jenseits - Teil 6
MISCELLANEA III, Photographie und jenseits - Teil 10

EINE SERIE VON GEDANKEN:
MISCELLANEA IV  EIN MUSEUMSBAU IN ESSEN, Photographie und jenseits - Teil 15
MISCELLANEA V  EL GRECO IN TOLEDO, Photographie und jenseits - Teil 16
MISCELLANEA VI  LEONARDOS TRÄNEN, Photographie und jenseits - Teil 17
MISCELLANEA VII  AN BORD DER USS TICONDEROGA, Photographie und jenseits - Teil 18

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Pressestimmen

"Prolegomena des Blick(en)s" Wenn man von experimentellen (Dokumentar-) Filmen spricht, kommt man in Deutschland und seit Jahren auch im Forum der Berlinale an Heinz Emigholz nicht vorbei. Kaum einer beschreitet so konsequent die Grenzlinien zwischen Film, Fotografie, Malerei und Architektur, kaum einer denkt so reduktionistisch radikal über die Grenzen dieser Medien und ihre Verschnittmengungen nach. (infomedia-sh, Jörg Meyer) mehr...

"Eine Serie von Gedanken" ist ein schönes Einstiegsangebot in Heinz Emigholz' einzigartigen Modus der Bildreflexion. Die ersten drei Abschnitte verbinden visuelles Material aus sehr unterschiedlichen medialen Quellen (Fotografie, Fernsehen, Gemälde) mit Voice-over-Kommentaren, die mal nah, mal weit weniger nah an den Bildern bleiben. "Ein Museumsbau in Essen", der letzte Gedanke der Serie, schließt an Emigholz' Architekturfilme an. Der Regisseur filmte das neu errichtete Folkwang-Museum Anfang 2009 kurz nach seiner Fertigstellung und kurz vor seiner Einräumung, in der kurzen Zeitspanne, in der nicht die jeweilige Ausstellung, sondern das Gebäude selbst das primäre Blickobjekt sein durfte. Das faszinierendste Segment aber ist dasjenige, in dem Bild und Ton am weitesten auseinanderklaffen: "Leonardos Tränen" verbindet Fernsehaufnahmen des brasilianischen Fußballspielers Leonardo Nascimento de Araújo während der Weltmeisterschaft 1998 mit einem Hörspiel, das ein Jahrzehnt vorher produziert wurde. Während Leonardo, eher funktionales als herausragendes Mitglied einer der besten Fußballmannschaften aller Zeiten, gefoult wird, gestikuliert, zum Eckball läuft, sich den Schweiß vom Gesicht wischt, tragen vier verschiedene Sprecher melancholische, wütende Texte über Kunst, Homosexualität und das Verzweifeln an der Gegenwart vor. (TAZ, Lukas Förster)

Preise und Festivals