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Jimmy Orpheus

JIMMY ORPHEUS Roland Klick, D 1966, 52 min

Roland Klicks JIMMY ORPHEUS in der Berlinale - Retrospektive 2016: „Deutschland 1966 – Filmische Perspektiven in Ost und West:
Mittwoch, 17.02. - 17:00 Uhr, CinemaxX 8
Freitag, 19.02. - 17:00 Uhr, Zeughauskino

Ein Hafenarbeiter muss durch die Straßen Hamburgs ziehen, als er aus seiner Unterkunft ausgesperrt ist. Im ärmeren Teil der Stadt trifft er eine junge Frau. Er will eine Affäre mit ihr beginnen, aber es soll nicht sein.

JIMMY ORPEUS ist auf den DVDs "Das Kino des Roland Klick" und "Roland Klick - The Heart is a Hungry Hunter" enthalten.

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Pressestimmen

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Dieser Maxime folgend, inszeniert Roland Klick in seinem mittellangen Film "Jimmy Orpheus" (1966) einen Blues über ein Leben mit all seinen Rückschlägen und wenigen Glücksmomenten, komprimiert in einer einzigen Nacht. Mit seinem fiebrig alternierenden Rhythmus lässt "Jimmy Orpheus" keine Müdigkeit aufkommen, rüttelt uns immer wieder aufs Neue wach, damit wir bloß jeden Augenblick dieser kurzen Nacht in seiner vollen Intensität auskosten können. (Critic.de, Michael Kienzl)

Die Geschichte um JIMMY ORPHEUS (1966), kein Kurzfilm mehr, aber auch vom Spielfilm noch weit entfernt, ist exemplarisch für Klicks Filmographie. Nach drei Kurzfilmen war für Klick klar, daß der nächste Film ein langer sein würde. ('Roland Klicks Exile on Mainstream', Splatting Image, 03/99, Andreas Busche)

Zu Klicks Prinzip gehörte es von jeher, das Chaos zuzulassen. (...) Die "Produktionsbedingung" Wirklichkeit ist tief in seine Filme eingeschrieben. Und ging das mal daneben, hat es doch Charme. Besonders schön in dieser Hinsicht ist Klicks Geschichte, wie der bei den Aufnahmen zu JIMMY ORPHEUS bei einer Verfolgungsjagd auf St. Pauli einen - zuvor von ihm vollkasko versicherten - Leihwagen mit Karacho an einen Laternenpfahl setzte, der Kameramann jedoch, als er Klick auf sich zurasen sah, in Panik alles stehen und liegen ließ, so dass die naturgemäß nicht wiederholbare Aufnahme unterblieb und die Zuschauer darum mit einer akkustischen Simulation dieser Verschrottungsaktion aus dem Off vorliebnehmen müssen. ("Autos Geld Pistolen", Szene Hamburg, 12.12.97, Jörg Schöning)

Klaus Schichan als moderner Orpheus in der Unterwelt: seine Begierde für die schöne Ortrud Beginnen läßt die beiden eine schlaflose Nacht lang durch Hamburgs Straßen und U-Bahn-Stationen taumeln. Eine wild improvisierte Liebesgeschichte zwischen nouvelle vague, deutschem Beat und totaler filmischer Verrücktheit. (diagonale.at, 1999)