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Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien

SCHLINGENSIEF – IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN Bettina Böhler, D 2020, 124 min

Uraufführung im Panorama der Berlinale 2020.


BERLINALE – SCREENING DATES
— Fr, 21.02. / 16:30h / Kino International - Weltpremiere
— Sa, 22.02. / 14:30h / Colosseum 1
— So, 23.02. / 13:15h / CinemaxX 6
— Mi, 26.02. / 13:00h / Cubix 9
— Do, 27.02. / 21:30h / CinemaxX 3 


Über den Film:
Mit seinen "Heimatfilmen", seinen Aktionen und Interventionen in Theater, Fernsehen, Oper und Kunst hat der Regisseur Christoph Schlingensief über zwei Jahrzehnte den kulturellen und politischen Diskurs in Deutschland mitgeprägt.

»SCHLINGENSIEF – In das Schweigen hineinschreien« von Bettina Böhler unternimmt als erster Film den Versuch, den Ausnahmekünstler Schlingensief, der 2010 im Alter von nur 49 Jahren verstarb, in seiner ganzen Bandbreite zu dokumentieren.

Im Fokus steht hier der "Familienmensch" (Schlingensief über Schlingensief), der in seinen Arbeiten gleichermaßen das Verhältnis zu den Eltern in Oberhausen und das Verhältnis zu Deutschland thematisiert hat. »In das Schweigen hineinschreien« durchlebt die ganze Entwicklung Schlingensiefs, vom quasi pubertierenden Filmemacher im Kunstblutrausch, über den Bühnenrevoluzzer von Berlin und Bayreuth, bis hin zum vermeintlichen, allseits geehrten Staatskünstler, der kurz vor seinem Tod die Einladung erhält, den Deutschen Pavillon in Venedig zu gestalten.

Zwischen verwursteten Ossis (»Das deutsche Kettensägenmassaker«), „Tötet Helmut Kohl“ (documenta X) und dem Versuch, Wagner zu retten (»Parsifal«), wird »In das Schweigen hineinschreien« so zum Ausdruck einer unermüdlichen und eigentlich unerschöpflichen Hassliebe zu Deutschland, seiner Hochkultur und seinem Kleinbürgertum, in dem Schlingensief zuallererst immer sich selbst verortet hat.

 

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