Elfi Mikesch
D 2000, 80 min
„Die Markus Family“ erzählt die Geschichte des Markus Anatol Weisse, der trotz extremer Sehbehinderung erstaunlicherweise Maler geworden ist, der Maschinenwesen baut und sich wünscht, selbst ein Bio-Roboter zu sein, ein Cyborg. Und er wünscht sich sehnlichst, in der Stadt zu leben. In Berlin, wo er geboren wurde. Markus lebt mit seiner Mutter und dem alten Vater, den Ziegen, einem Hund und dem Computer in Südfrankreich, „am Ende der Welt“ wie er sagt, in einem Biotop, in dem sich die Überlebenskünste der Kreativität behaupten.
D 1980, 109 min
Über einen Zeitraum von sechs Monaten interviewte und filmte Elfi Mikesch die Menschen in einem Seniorenheim in Hamburg. Poetisch hält sie die Augenblicke und Lebensgeschichten fest.
D 1978, 82 min
„Ein Film für jedes Wohnzimmer“ sollte „Ich denke oft an Hawaii“ sein, in dem die Phantasien und die Dinge des Alltags ihren besonderen Stellenwert haben. Erzählt wird die Geschichte der sechzehnjährigen Carmen, die mit ihrer Mutter Ruth Rossol und Bruder Tito in einem Mehrfamilienhaus an der Peripherie in West-Berlin leben. Es sind die siebziger Jahre. Die Mutter arbeitete jahrelang in einer Knopffabrik am Fließband und verdient nun als Putzfrau den Lebensunterhalt für die Familie. Der Vater der Kinder, ein puertoricanischer Berufssoldat, hat sie nach Carmens Geburt verlassen.
D 1979, 25 min
Das Drama einer Frau, die in einer Umbruchszeit eine Art von liberaler Emanzipation versuchte, sich aber in den Fallstricken der Männer verfing. Eine Studie zu Maria Stuart. Die Widersprüchlichkeit und die Vielfalt des Materials, mit dem die Person Marias im Laufe der Zeit umgeben wurde, brachten mich auf den Gedanken, diese „königliche Geschichte“ zu trivialisieren. Ich komprimierte die Informationen zu Bildern der Leidenschaft, Macht, Liebe, Schmerz und Tod.
D 1997, 87 min
Torsten Ricardo Engelholz, 31 Jahre alt, wurde von seinen Eltern den Großteil seiner Kindheit in eine dunkle Kammer gesperrt und dann in die Psychiatrie gesteckt. Torsten Ricardo liebt das U-Bahn-Fahren und verbringt jede freie Minute damit. Neben dieser Passion ist er ein begabter Maler, Schauspieler in der professionellen Theatergruppe Thikwa in Berlin. Er interessiert sich sehr für die deutsche Geschichte.
D 1993-1995, 75 min
[Die] Filme sind rund um einstige militärische Sperrzonen nahe Berlin angesiedelt, die von der Natur langsam zurückerobert werden. Relikte erzählen von früheren Leben, von lange vergessenen Familiengeschichten und einem wild kostümierten weiblichen Geist. (Filmarchiv Austria / METRO)
SOLDATEN SOLDATEN
(D 1993, 14 min, s/w, dt. OF, 35mm)
Buch, Regie und Kamera, Schnitt: Elfi Mikesch
Text: Leonardo da Vinci
Mit: Benno Ifland, Klaus Behnken.
D 2024, 87 min
Das brandenburgische Wünsdorf war jahrzehntelang ein Militärstandort: erst der Preußen, dann der Wehrmacht, zuletzt der Roten Armee. Im Zentrum des vielgestaltigen Essays von Elfi Mikesch steht der Pionier des ökologischen Städtebaus Ekhart Hahn, der sich gemeinsam mit Künstler*innen für eine neue, nachhaltige – vor allem dem Frieden dienende – Nutzung des Ortesengagiert. Ist eine Katharsis nach der Katastrophe möglich?
„Ich mische sehr gerne alle Genres, spiele damit, gehe dabei montageähnlich vor und verwende sehr gegensätzliche Mittel. Es ist nicht stromlinienförmig und wird dann deshalb oft eingereiht in die Experimentalfilme. Ich bevorzuge Überschreitungen, auch innerhalb der gegensätzlichen Genres.“
Foto: Monika Treut (l.) und Elfi Mikesch (r.)
D 2011, 97 min
Werner Schroeter, einer der größten Regisseure des Neuen Deutschen Films, erfährt 2006 von seiner Krebserkrankung. In der Kunsthalle Düsseldorf arbeitet er gerade an SCHÖNHEIT DER SCHATTEN, einer musikalischen Inszenierung zu Robert Schumann und Heinrich Heine. Zwischen Hoffnung und Bangen beginnt Werner Schroeter einen Wettlauf mit der Zeit.










