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Madonnen

D 2007, 120 min

Der von der Kritik gefeierte Nachfolger von Maria Speths Debüt IN DEN TAG HINEIN.

Synopsis

Das Porträt der eigenwilligen jungen Rita, die behauptet, dass ihre Mutter nie eine Mutter für sie war. Rita hat selbst fünf Kinder und kümmert sich nicht sonderlich um sie. Zwischen Disko, Liebhabern, Flucht vor der Polizei und Fertigpizza scheint sie noch ihren eigenen Platz im Leben zu suchen.

Pressestimmen

Unterschicht? Bildungsfern? Rabenmutter? Führt alles in die Irre. "Madonnen" zeichnet das erstaunlich differenzierte Bild einer jungen Frau, die ihre Kinder vernachlässigt. [...] Es gibt Filme, die eine Figur wie Rita wie eine Laborratte in einer Versuchsanordnung antreten lassen. Der französische Regisseur Bruno Dumont geht bisweilen so vor - aus der Feldherrnperspektive blickt er (und sein Publikum mit ihm) auf das Elend der Protagonisten. Diese Unbarmherzigkeit ist Speth fremd, ihr geht es nicht darum, die Schlechtigkeit der Welt herauszustreichen, ihr geht es ums Registrieren, ums Beobachten. Das führt auch dazu, dass man Rita in heiteren, entspannten Augenblicken erlebt, beim Tanzen mit den GIs oder mit einem Gin Tonic in der Hand, in einen ruppigen Flirt verwickelt. "Madonnen" macht seinen Zuschauern das Geschenk, dass sie selbst sehen müssen, wie sie damit klarkommen. (taz)

Preise und Festivals

- Hessischer Film- und Kinopreis 2007
- Berlinale 2007, Internationales Forum des Jungen Films
- Mar de Plata Film Festival 2007 - Silver Actress : Sandra Hüller
- Femina - International Women's Film Festival Rio de Janero
- Karlovy Vary International Film Festival
- Vancouver International Film Festival
- Haifa International Film Festival
- Cinéma Tout Écran Genf
- Festival des deutschen Films Paris

Weitere Texte

Maria Speth über MADONNEN

Jeder scheint zu wissen, was eine Mutter darf und was nicht. Und die Verletzung dieser Rollenerwartungen wird mit massiven moralischen Sanktionen belegt. Im Gegensatz zu den Rollenverletzungen der Väter. Die gesellschaftliche Wirklichkeit ist aber voll von Müttern, die ihre Rolle nicht so erfüllen, wie von ihnen erwartet. Das war mein Ausgangspunkt. Mit dem Ziel, nicht einen sozialen Prototyp, sondern eine konkrete und singuläre Person zu beschreiben. Eine Frau, die behauptet, dass ihre Mutter nie eine Mutter für sie war. Die dann aber selbst Kind auf Kind zur Welt bringt, diese ihrer eigenen Mutter unterschiebt und sie so in eine Rolle zwingt, die sie ihr verweigert hat. Ich wollte, dass sich in Ritas Geschichte die Schicksale der vorangegangenen und folgenden Generation reflektieren. Und die Frage stellen, ob Ritas älteste Tochter auch irgendwann über sie sagen wird: „Für mich war sie nie eine Mutter".

Credits

Buch und Regie
Maria Speth
Mit
Sandra Hüller, Olivier Gourmet, Luisa Sappelt, Coleman Orlando Swinton, Susanne Lothar, Gerti Drassl
Kamera
Reinhold Vorschneider
Schnitt
Dietmar Kraus, Ludo Troch, Dörte Völz-Mammarella, Maria Speth
Casting
Nina Haun, Patrick Hella
Szenenbild
Tim Pannen, Igor Gabriel, Marion Foradori
Requisite
Michael Kalden, Friederike Berthold
Kostümbild
Birgitt Kilian
Maske
Monika Münnich, Ljiljana Müller
Ton
Laurent Barbey, Ruedi Guyer
Mischung
Thomas Gauder
Redaktion
Claudia Tronnier (ZDF), Susann Wach (SF)
Aufnahmeleitung
Matthias Ruppelt
Produktionsleitung
Dorissa Berninger
Ausführender Produzent
Claudia Steffen
Co-Produzenten
Pascal Trächslin, Jean-Pierre, Luc Dardenne, Olivier Bronckart
Produzent
Christoph Friedel
Produktion
Pandora Film
In Koproduktion mit
Cineworx (Basel), Les Films du Fleuve (Liège), ZDF (Mainz), SF (Zürich)
Uraufführung (DE)
Februar 2007, Berlinale - Forum
Kinostart (DE)
06.12.2007

DVD-Infos

Extras
Presse- und Fotoschau, Booklet-Interview, Trailer
Sprache
Deutsch
Untertitel
Englisch
Regionalcode
Code-free
System
PAL / Farbe
Laufzeit
120 min + Extras
Bildformat
16:9
Tonformat
DD 2.0
Veröffentlichung
04.07.2008
FSK
Ab 12 Jahren