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Ich denke oft an Hawaii

D 1978, 82 min

Der Film fängt die Träume und den Alltag der 16-jährigen Carmen ein, die mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in der Westberliner Gropiusstadt lebt und Tänzerin werden will.

Synopsis

„Ein Film für jedes Wohnzimmer“ sollte „Ich denke oft an Hawaii“ sein, in dem die Phantasien und die Dinge des Alltags ihren besonderen Stellenwert haben. Erzählt wird die Geschichte der sechzehnjährigen Carmen, die mit ihrer Mutter Ruth Rossol und Bruder Tito in einem Mehrfamilienhaus an der Peripherie in West-Berlin leben. Es sind die siebziger Jahre. Die Mutter arbeitete jahrelang in einer Knopffabrik am Fließband und verdient nun als Putzfrau den Lebensunterhalt für die Familie. Der Vater der Kinder, ein puertoricanischer Berufssoldat, hat sie nach Carmens Geburt verlassen. Außer einigen Postkarten und Hawaii-Musik-Platten ließ er nichts zurück. Tochter Carmen will Tänzerin werden. Sie träumt von einem warmen Land mit Sonne. Tito ist ein stiller Junge, der gerne Geige spielt. - Elfi Mikesch

Die für ihre Bildvisionen vielfach ausgezeichnete Kamerafrau und Regisseurin Elfi Mikesch zählt zu den frühen Pionierinnen des feministisch-queeren Films. In ihren Dokumentararbeiten richtet sie den Blick auf Menschen und Projekte, die aus dem Rahmen des Normalen fallen, und erzählt von deren Suche nach Identität und individueller Selbstverwirklichung.

Aktuell

Ab 23. Juli auf DVD:
Elfi Mikesch: Dokumentarfilme Vol. 1 (3 Filme auf 1 DVD): „Ich denke oft an Hawaii“ / „Was soll'n wir denn machen ohne den Tod“ / „Execution. A Study of Mary“
Elfi Mikesch Collection: Dokumentarfilme (10 Filme auf 3 DVDs)

Streaming-Info

Der Film ist über unseren Vimeo-Kanal zum Leihen oder Kaufen erhältlich.
Sprache: Deutsch, Untertitel: Englisch

Pressestimmen

Inspiriert von der Camp-Ästhetik amerikanischer Underground-Filme zelebriert Elfi Mikesch in ihrem Dokumentarfilm ohne Furcht vor Pathos und Schwulst die „kleinen Fluchten“ eines Teenagers aus der Enge und den Routinen des Alltags. Auf Augenhöhe mit ihrer Protagonistin entwickelt sie auf der Bild- wie auf der Tonebene ihres Films die Vision einer „tropischen“ Gegenwelt zur tristen Unwirtlichkeit der Westberliner Gropiusstadt. Darin erscheinen die in den kleinbürgerlichen Wohnzimmern herrschenden Lebensverhältnisse mit einem Mal veränderbar. - Berlinale / Retrospektive 2019

Das einfühlsame, bildpoetische Porträt über die Alltags- und Traumwelt einer Jugendlichen ist gezeichnet von einer Sehnsucht nach Intensität, die sich durch Mikeschs Filme ziehen wird: Reale und künstliche Räume – sie alle sind Teil einer Wirklichkeit. - Filmarchiv Austria 2022

Preise und Festivals

- International Film Festival Rotterdam (IFFR), 1978
- Berlinale - Internationales Forum des jungen Films, 1978
- Deutscher Filmpreis 1978, Filmband in Silber, Dokumentarfilm
- Centre Pompidou, Paris, 2007
- Diagonale, Graz 2011
- Berlinale - Retrospektive, 2019
- Docudays UA IHRFF, Kyiv, 2020
- Anthology Film Archives, Goethe-Institut New York, 2020
- Duisburger Filmwoche, 2022

Weitere Texte

Der Film wurde im September 1978 auf dem Film International Festival in Rotterdam uraufgeführt. 2018 wurde der Film an der DFFB innerhalb des Ausbildungsprogramms UP.GRADE in 2K-Auflösung digitalisiert. Ausgangsmaterial war das 16mm Umkehr-Original. Die Farbkorrektur und digitale Bearbeitung fanden innerhalb von UP.GRADE statt, gemeinsam mit Elfi Mikesch und unter der Supervision der Deutschen Kinemathek. Der Ton wurde von der 16mm Mischung bei ARRI Media digitalisiert und gemastert.

Credits

Buch, Regie, Kamera
Elfi Mikesch
Mit
Carmen Rossol, Ruth Rossol, Tito Rossol
Assistenz
Christian Sievers
Montage
Elfi Mikesch, Elfi Tillack
Mischung
Gerhard Jensen, Sabine Bormann
Kostüm, Maske
Elfi Mikesch
Kommentar
Dorothee v. Meding
Stimme
Milli Büttner
Mitarbeit
Ursula Rühle von Lilienstern, Dr. Gundula Forstreuter, Karin Fahrenkamp
Redaktion
Maya Constantine
Produzent
Laurens Straub
Produktion
Oh Muvie, ZDF - Das kleine Fernsehspiel
Gefördert von
Kuratorium junger deutscher Film
Uraufführung (DE)
06.02.1978, International Film Festival Rotterdam (IFFR)
Kinostart (DE)
09.04.1978

DVD-Infos