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Geschwister – Kardeşler

D 1997, 84 min

Das ganz alltägliche Leben der deutsch-türkischen Geschwister Erol, Ahmed und Leyla in Berlin-Kreuzberg. Der erste Teil von Thomas Arslans „Berlin-Trilogie“ mit der Berliner Hip-Hop Legende Kool Savage.

Synopsis

Erol, Ahmed und Leyla leben mit ihren Eltern in Berlin-Kreuzberg. Der Vater ist Türke, die Mutter Deutsche. Erol, der die Schule geschmissen hat, lungert meist mit seinen Kumpels auf der Straße herum. Mit kleineren kriminellen Delikten hält er sich finanziell über Wasser. Sein Bruder Ahmet geht aufs Gymnasium, mit der Clique seines Bruders hat er nichts am Hut. Die Schwester Leyla ist von ihren beiden grundverschiedenen Brüdern ebenso genervt wie von ihren Eltern und ihrer Lehre. Als Erol einen Einberufungsbescheid vom türkischen Militär bekommt, ist er entschlossen, auch gegen den Willen der Familie den Wehrdienst anzutreten. Vorher aber zieht er noch einmal durch Berlin – und begegnet dabei ausgerechnet jenen Typen, denen er noch eine Stange Geld schuldet.

GESCHWISTER – KARDEŞLER ist der erste Teil von Thomas Arslans „Berlin-Trilogie“, zu der die Filme DEALER (1998) und DER SCHÖNE TAG (2001) gehören.

Pressestimmen

Geschwister ist der erste Film, der türkische Jugendliche aus ihrer eigenen Perspektive filmt. Keine Abhandlung über, sondern eine Folge von Alltagsszenen, Gesprächen, Streits und Versöhnungen. So direkt gefilmt, als stünde man als Zuschauer im gleichen Hofeingang. (Katja Nicodemus, Tip Berlin, 1997)

Thomas Arslan erzählt nicht über das Leben der drei Protagonisten, er bildet dessen Rhythmus ab. (Anke Leweke)

Vom Verzicht auf einen klar herausgearbeiteten Plot, auf die Schürzung eines dramaturgisch abzuarbeitenden Knotens sollte man sich nicht täuschen lassen: Arslans Absicht ist keineswegs ein naiver Dokumentarismus; sehr bewusst sucht er die Aufhebung in der Form: seine Kadrierungen sind präzise, keine Kamerabewegung ist überflüssig, die Dialogie sind zwar der Sprache deutsch-türkischer Jugendlicher genau abgelauscht: die Lakonik und der Aufbau der einzelnen Szenen jedoch, die Komik, die sich dem Lakonischen verdankt, entfernen den Film weit von allem Naturalismus. Genau das ist Thomas Arslans Kunst, hier noch um einiges unauffälliger (und weniger streng) als in den folgenden Filmen: er setzt sein Formbewusstsein auf die Wirklichkeit an und macht so, als wäre es ein Leichtes, aus Leben Kunst. (Ekkehard Knörer)

Preise und Festivals

- Filmfestival Max Ophüls Preis 1997
- Osaka European Film Festival 2010
- Türkische Filmwoche Berlin 2011

Credits

Buch und Regie
Thomas Arslan
Mit
Tamer Yigit, Savas Yurderi, Serpil Turhan, Faszli Yurderi, Hildegard Kuhlenberg, Mariam El Awad, Mohammed Khalil, Bülent Akil, Bilge Bingül
Kamera
Michael Wiesweg
Kamera Assistenz
Marco Uggiano
Schnitt
Thomas Arslan, Heidi Renscher, Bettina Blickwede
Musik
DJ Hype
Ausstattung
Gabriella Ausonio
Licht
Theo Lustig
Ton
Heino Herrenbrück
Mischung
Martin Steyer
Produzent
Albert Kitzler
Produktion
Trans-Film, ZDF
Uraufführung (DE)
14.10.1997, Mannheim, IFF

DVD-Infos

Extras
„Thomas Arslan über GESCHWISTER“ (D 2011, 10 min), „Casting Tapes“ (D 2011, 21 min), Trailer
Sprache
Deutsch
Untertitel
Englisch
Ländercode
Code-free
System
PAL / Farbe
Laufzeit
84 min + 31 min Extras
Bildformat
4:3
Tonformat
DD 2.0
Inhalt
Softbox (Set Inhalt: 1)
Veröffentlichung
29.04.2011
FSK
Ab 16 Jahren