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Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir

D 2008, 370 min

Wer seine Wunde zeigt, wird geheilt.

Synopsis

Ein Erweckungserlebnis ohne Erlösung. Aus dem Schlaf hochschrecken und spüren, dass jemand Fremdes ins eigene Haus eingedrungen ist. Aus einem Alptraum erwachen und feststellen, dass man gar nicht geschlafen hat. Die Geborgenheit ist gestohlen, es wird heiß, es wird kalt. Man ist nicht mehr allein in seinem Körper, Unbekanntes hat sich eingenistet. Das Gefühl, dass man nichts fühlt, ein modriger Zustand, eine Verformung vielleicht. Ein Schmerz, der noch mal so weh tut, weil man ihn nur erahnt. Löcher werden gerissen, Erinnerungen verloren. Alles ist hier, nichts ist jetzt. Man ist sich seiner selbst beraubt, eine leere Monstranz.
In seinem Fluxus-Oratorium EINE KIRCHE DER ANGST VOR DEM FREMDEN IN MIR widmet sich Schlingensief zum ersten Mal seiner im gleichen Jahr diagnostizierten Krebserkrankung. Angst ist der Fels, auf dem Schlingensief seine Kirche baut. Darin forscht er, Messdiener a.D., nicht nur nach seinem Verhältnis zu Gott, sondern vor allem nach seinem Verhältnis zu sich selbst. So beginnt eine Reise ins Ich. Transzendenz und Transparenz auf Kollisionskurs: Der Kirchenraum ist dem seiner Heimatgemeinde Herz Jesu in Oberhausen nachempfunden. Er entwirft Bilder, Bekenntnisse und Litaneien, die dem Eindringling nachspüren und sich der Angst vor dem Tod annähern.

DVD-Inhalt / 2 DVDs:
- „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ (Ruhrtriennale 2008, 28.9.2008, 91 min)
- „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ (Theatertreffen 2009, 2.5.2009, 88 min)
- Fluxus-Oratorium-Filme (2008, 16mm, 5 Filme: 21 min)
- Christoph Schlingensief – Interview (Sibylle Dahrendorf, 2008, 28 min)
- Christoph Schlingensief – „Toleranzgürtel“ (2008, 5 min)
- Bühneninstallation Deutscher Pavillon – La Biennale di Venezia 2011 (2./3.6.2011, 6 min)
- Duisburg Fluxus 16mm / Über die Entstehung der Filme (Heta Multanen, 2018, 36 min)
- Regiebuch (Generalprobe, 20.9.2008)
- „Der Zwischenstand der Dinge“ (Maxim Gorki Theater – Studio Berlin, 6/2008, 71 min)
- Christoph Schlingensief – Interview mit Alexandra Kluge (dctp.tv, 2008, 24 min)
- Original Leporello der Ruhrtriennale

Streaming-Info

Der Film ist über unseren Vimeo-Kanal zum Leihen oder Kaufen erhältlich.
Sprache: Deutsch

Credits

Regie
Christoph Schlingensief
Mit
Margit Carstensen, Angela Winkler, Mira Partecke, Komi Mizrajim Togbonou, Stefan Kolosko, Karin Witt, Horst Gelloneck, Kerstin Grassmann, Norbert Müller, Achim von Paczensky, Klaus Beyer
Sängerinnen
Friederike Harmsen, Ulrike Bindert-Eidinger
Gospelchor Angels Voices
Odile Amada, Bettina Becker, Alyss Chendjou, Patrik Djeukam, Armel Djepang, Sylvie Djeyong, Christelle Fotsing, Henriette Kwami, Armelle Lekefack, Nadine Lepawa, Line Monkeu, Patrique Mondjo, Raissa Mongo, Thierry Monthe, Regine Nguetseng, Corine Nguetgna, Aurelie Nguewo, Bertrand Pani, Igor Pouadeu, Raoul Tacou, Rostant Tagako, Michel Tchatcheu, Pascal Yves Totchom Simo, Stephane Zame
Kinderchor des Aalto-Theaters
Statisten
Gefoara Agaj, Stefan Basso, Matthias Eidens, Helena Eisenkrein, Udo Fitze, Michael Föllmer, Catalina Gomez, Wilfried Groll, Bianca Günzel, Dominik Hartings, Jochen Heidbrink, Siegfried Heidemann, Markus Helmert, Banafsche Jamalzahie, Henrike Kalb, Johannes Kammertöns, Bernadette Lietzmann, Andreas Link, Dirk Löffler, Marcus Prochowski, Marvin Reiss, Nico Ritter, Florian Sartoris, Marcel Schenk, Peter Schlacht, Lukas Schombert, Claus Thieltges, Heinz Wienhold, Dominik Winsberg
Komposition, Schlagzeug
Michael Wertmüller
Korrepetitor
Dominik Blum
Chorleitung
Alexander Eberle
Bühne
Thomas Goerge, Thekla von Mülheim
Kostüme
Aino Laberenz
Licht
Voxi Bärenklau
Video
Heta Multanen
Sound Design
David Gierth
Dramaturgie
Carl Hegemann
Regiemitarbeit
Sophia Simitzis
Bühnenbildassistenz
Christian Schlechter
Kostümassistenz
Norgard Kröger
Videoassistent
Anuscheh Amir-Khalili
Assistenz Christoph Schlingensief
Michael Gmaj
Regiehospitanz
Timo Alterauge, Vincent Frenzel, Anna Lena Dieberg
Produktionsleitung
Leo Krischke
Inspizienz
Sven Nielsen
Produktion und Technik
Das Team der RuhrTriennale
Produziert von
Ruhrtriennale
Premiere
21. September 2008

DVD-Infos

Inhalt
„Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ (Ruhrtriennale 2008, 28.9.2008, 91 min – opt. engl. UT), „Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir“ (Theatertreffen 2009, 2.5.2009, 88 min), Fluxus-Oratorium-Filme (2008, 16mm, 5 Filme: 21 min – ohne Dialog), Christoph Schlingensief – Interview (Sibylle Dahrendorf, 2008, 28 min), Christoph Schlingensief – „Toleranzgürtel“ (2008, 5 min), Bühneninstallation Deutscher Pavillon – La Biennale di Venezia 2011 (2./3.6.2011, 6 min), Duisburg Fluxus 16mm / Über die Entstehung der Filme (Heta Multanen, 2018, 36 min), Regiebuch (Generalprobe, 20.9.2008), „Der Zwischenstand der Dinge“ (Maxim Gorki Theater – Studio Berlin, 6/2008, 71 min), Christoph Schlingensief – Interview mit Alexandra Kluge (dctp.tv, 2008, 24 min)
Sprache
Deutsch
Untertitel
Englisch
Ländercode
Code-free
System
PAL / Farbe
Laufzeit
370 min
Bildformat
16:9
Tonformat
DD 2.0
Inhalt
Digipack (Set Inhalt: 2), Original Leporello der Ruhrtriennale
Veröffentlichung
26.10.2018
FSK
Info-Programm gemäß §14 JuSchG

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