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Diya – Blutgeld

Tschad, Frankreich, Deutschland, Elfenbeinküste, 2025, 96 min

Nach einem Unfall gerät das Leben von Dane, Fahrer einer humanitären NGO in N'Djamena, aus der Bahn. Regisseur und Drehbuchautor Achille Ronaimou nimmt sich in seinem Debütfilm der gängigen Praxis des "Blutgeldes" an.

Synopsis

 DIYA spielt in der Hauptstadt des Tschad N’Djamena, wo die Hauptfigur Dane als Fahrer einer humanitären NGO arbeitet. Ein Unfall wirft ihn aus der Bahn und führt ihn weit in den Norden des Landes. Mehr über die Geschichte des Films zu verraten, würde die Spannung nehmen, daher fassen wir uns hier so kurz.

Diya, eine Praxis, die bis in die Zeit des Alten Testaments zurückreicht, geht auf das Gebot zurück: „Auge um Auge und Zahn um Zahn“. Sie besteht darin, die Familie des Opfers für ein Verbrechen zu entschädigen, entweder durch Rache oder durch eine Vereinbarung. Sie sollte die Gesellschaft befrieden und als Gesetz die Gewalt in den alten Gesellschaften regeln. Im Tschad, wo sie weit verbreitet ist, ist sie zu einer Quelle für soziale Konflikte, Dramen und Geschäfte geworden. Der Film DIYA ist von einer wahren Geschichte inspiriert.

Aktuell

DIYA ist eine Koproduktion zwischen dem Tschad, Frankreich, Deutschland (Filmgalerie 451) und der Elfenbeinküste, von deutscher Seite unterstützt vom Berlinale World Cinema Fund. Die Uraufführung des Films war im Februar 2025 in Ouagadougou in Burkina Faso beim FESPACO 2025, dem größten und wichtigsten Filmfestivals Afrikas. Der Hauptdarsteller des Films wurde als bester Darsteller ausgezeichnet. (Meilleure interprétation masculine: Ferdinand Mbaïssané pour le rôle de Dane dans DIYA (95 min) d'Achille RONAIMOU (Tchad).)

Die nordamerikanische Premiere fand im September 2025 beim 50. Toronto International Film Festival in der Sektion "Centerpiece" statt. In Deutschland wird DIYA im November gleich bei 3 Festivals zu sehen sein: Am 2.11. bei den Französischen Filmtagen Tübingen-Stuttgart (Deutschlandpremiere), am 8.11. bei Augenblicke Afrika in Hamburg und am 14.11. bei Afrikamera in Berlin.

DIYA wurde am 5. November 2025 mit dem Hauptpreis des Internationalen Wettbewerbs der französischen Filmtage Tübingen-Stuttgart ausgezeichnet. Die Jury würdigt Achille Ronaimou als eine starke neue Stimme des frankophonen Kinos, die mit « Diya » einen visuell beeindruckenden Beitrag geschaffen hat.
Beim Augenblicke Afrika Festival in Hamburg hat sich das Publikum für DIYA entschieden. Danke für diesen wunderbaren Preis.

Texte zum Film

Achille Ronaimou wurde in N'Djamena, Tschad, geboren. Er ist Regisseur und Drehbuchautor. Er führte Regie bei verschiedenen Kurzfilmen, DIYA ist sein erster Langfilm.

Pressestimmen

Outside of the films of Mahamat-Saleh Haroun, it is quite rare to see Chad on the big screen. This year, another director from this country, Achille Ronaimou, takes up the challenge with a relentless thriller that brings us from the streets of N’Djamena to the north of the country. (...)Cleverly orchestrated, Diya puts us right at the heart of Dane’s torment: repaying the debt or languishing in prison far from his soon-to-be-born first child. The film is packed with interesting characters, including Mahamat-Saleh Haroun's leading actor, Youssouf Djaoro (A Screaming Man, TIFF ’10; Lingui, TIFF ’21). The incisive editing reflects the script’s precise, deft use of misdirection and the main character’s naiveté.Dane is a man of good faith, led astray in spite of himself. And his wife, plucking up courage, is prepared to go to any lengths to support him. Unless another twist awaits them at the end of the road? Diya is a beautiful surprise not to be missed.CLAIRE DIAO - TIFF - Toronto International Film Festival 2025 

Preise und Festivals

- FESPACO 2025: Bester Hauptdarsteller / Meilleure interprétation masculine: Ferdinand Mbaïssané pour le rôle de Dane dans DIYA (95 min) d'Achille RONAIMOU (Tchad)
- Toronto International Film Festival (TIFF), 2025
- Französische Filmtage #42 Tübingen, Stuttgart, 2025
- Augen Blicke Afrika, 14. Afrikanisches Filmfestival Hamburg, 2025
- Afrikamera - Aktuelles Kino aus Afrika Berlin, 2025

Credits

Buch und Regie
Achille Ronaimou
Mit
Ferdinand Mbaïssané, Moussa Zakaria Ibet, Ramada Mahamat, Youssouf Djaoro, Solmem Marina Ndormadjingar, Haikal Zakaria, Guindja Mah, Prisca Maceleney
Bildgestaltung
Cyrille Hubert
Ton
Jean-Christophe Lion
Musik
Afrotronix
Schnitt
Guillaume Talvas
Ausstattung
Cherif Michel Tadida
Kostüme
Falmata Oumar Lydie
Produktionsleitung
Annabel Thomas
Produzenten
Issa Serge Coelo, Valéry du Peloux
Koproduzenten
Frieder Schlaich, Prisca Marceleney & Jacques Trabi
Förderungen
Fonds Image de la Francophonie
World Cinema Fund - an initiative of the German Federal Cultural Foundation (Kulturstiftung des Bundes)
and the Berlin International Film Festival (Berlinale) in cooperation with the Federal Foreign Office and with further support by the Goethe-Institut.
Fonds Jeune Création Francophone l’Union Européenne et le soutien de l’Organisation des Etats ACP
Avec le soutien de la Région Ile-De-France
Une coproduction Canal + International
Avec la participation de
Diya a participé aux Résidences d’écriture
Sud Ecriture • Atelier Grand Nord • Agence Film Réunion
Ouaga Film Lab • La Fabrique de L’Institut Français
Le Ministère du Développement Touristique, de la Culture et de l’Artisanat
Monsieur le Ministre Abakar Rozi Teguil, Abdoulaye Babalé
L’Onama – Télé-Tchad
Le Ministère de la Sécurité Publique et de l’Immigration
TV5 Monde

Weltpremiere

Nordamerikanische Premiere
5.9.2025,