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Böse zu sein ist auch ein Beweis von Gefühl

D 1983, 25 min

Berlin der 1980er: Eine persönliche und kathartische Komposition aus zerstörten Gebäuden, Nachkriegsarchitektur und dem disharmonischen Charakter der Musik von Maurice Weddington.

Synopsis

BÖSE ZU SEIN IST AUCH EIN BEWEIS VON GEFÜHL ist sowohl ein Dokumentarfilm über die Stadt Berlin als auch ein persönlicher Essay über die Entfremdung und das Fremdsein in dieser Stadt. Cynthia Beatt regt zum Nachdenken an und wirft Fragen zu einer Reihe von Themen aus dem Bereich Sprache, Politik und Kultur auf.

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Pressestimmen

Eine Art verschrobene, geistreiche, intellektuell fundierte Variante eines Baedecker-Reiseführers, inklusive architektonischer Schmankerl und Warnungen vor dem unberechenbaren Temperament der Einheimischen. – Barbara Kruger, ART FORUM, 1985

Ihr Film ist eine persönliche und kathartische Konfrontation mit ihrem eigenen Status als Nichtdeutsche in Berlin in den 1970er und -80er Jahren – einem Berlin, das von der Last der Geschichte erdrückt wird. Gefilmt in der Gegend um den Potsdamer Platz, dem zerrissenen Gebiet direkt an der Mauer, an dem die Nachkriegsbauten aus den Bombenkratern wuchsen, zeichnet der Film das Bild des Verlusts einer Architektur, mit deren Zerstörung auch ein kultureller Kontext verloren ging. Schrapnellversehrte Fassaden wechseln sich ab mit Interieurs in denen soziale Schlagabtäusche über die von ihrer Geschichte gezeichneten Deutschen inszeniert werden. Die düstere, elegische Musik Maurice Weddingtons unterstreicht den dissonanten Charakter dieses unsentimentalen, anklagenden Films. – Berlinale, 2021

Cynthia Beatt verbindet auf experimentelle Weise Elemente des Dokumentar- und Spielfilms. Intensität gewinnt der Film über den Ausdruck persönlicher, traumatischer Erfahrung, die nicht lamoyant dargestellt, sondern in sketchhaften Dialogszenen objektiviert wird. Der genaue Blick auf die Architektur Berlins ist einerseits methaphorisch, gibt dem Film andererseits aber auch eine historische und kulturpolitische Dimension. – Frauen und Film - Preis, Osnabrück Experimental Filmtage, 1984

While Beatt's film may be read as a Sebaldian reconstruction, in which architecture is summoned to evoke a deep sociopolitical past and its ghosts — the Benjaminian Angel of History — there is also a keen sense of a much more contemporaneous Berlin of the 1980s, before the Berlin Wall fell, and its citizens could start to look to the future. — Ela Bittencourt, mubi.com, 2021

Preise und Festivals

- SFB Projektionen
- Berlinale - Forum
- Montréal International Festival du Nouveau Cinema
- Osnabrück Experimental Filmtage - Women and Film award
- VI Edizone Internazionale del Cinema delle Donne, Florence
- Kitchen (New York): Annual Show of New Independents
- Modern Denken Exhibition, Rotterdam
- Sydney Film Festival
- Melbourne Film Festival - 2. Prize for Short Films
- Edinburgh Film Festival
- Referat German Experimental Film, Brussels
- Collective for Living Cinema, New York
- Goethe Institut programme „German Experimental Films 1980-1984“
- Museum of Fine Arts, Houston
- Pacific Film Archives, Berkley
- Art Institute, Chicago
- Kunst mit Eigen-Sinn, Museum des 20. Jahrhunderts, Vienna
- Le Cinema Allemand des Annees 80 - La Cinémathèque Française, Paris
- German Experimental Film in the 80s, Osnabrück
- Best of the Melbourne Film Festival, Retrospective - Melbourne
- Screaming City: West Berlin 1980s, Toronto, Montréal, Ottawa
- Film im West-Berlin der 80er Jahre, Berlin, New York, u.a.
- Concrete Emotions: Personal Spaces and Urban Landscapes, Tate Modern, London 2010
- Berlinale - Forum Expanded 2021

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Credits

Buch und Regie
Cynthia Beatt
Mit
Heinz Emigholz, Cynthia Beatt, Margaret DeWys, Fritz Mikesch, Astrid Heibach, Ed Cantú, Ellen El Malki, Daniel Lengyel, Rita Lengyel, Gusztáv Hámos, Milena Gregor, Caspar Bódy, Vera Bódy, Bernd Broaderup, Reinhard Heinemann
Kamera
Elfi Mikesch, Ebba Jahn, Cynthia Beatt
Schnitt
Dörte Völz
Musik
Maurice Weddington
Set Design
Cynthia Beatt
Ton
Margit Eschenbach, Gerda Grossmann
Mischung     
Dieter Schwarz 
Casting     
Cynthia Beatt
Regie-Assistenz     
Astrid Heibach
Redaktion
Jürgen Tomm, Jens-Peter Behrend
Produktionsleiter
Hildegard Westbeld, Marianne Gassner
Produzentin
Cynthia Beatt
Produziert von
Heartbeatt Pictures GmbH (Berlin)
Im Auftrag von
Sender Freies Berlin (SFB) (Berlin)

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