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X-Pilation 3

Das Dosierte Leben Numero 60/ Reh-Zensionen

"Kurzweilige Shorties mit avantgardistischem richtungsweiseneden Polential!"

"Experiment Erzählung" ist die Klammer der bereits dritten Compilation deutscher Kurzfilme, die sich in Ästhetikkreisen nicht nur zu Zeiten der Oberhausener Kurzfilmtage größter Beliebtheit erfreuen ."Viva 2" und "Spex" haben sich hier auch ihre Pioniermeriten verdient, doch "451" setzt in diesem Genre die neuen Standards. Narrative Elemente in der Filmkunst ist ja - was den Mainstream betrifft - mehr als am Zurückgehen, hier muss alles der "Special Effectisierung" unterzuordnen sein. Um so wohltuender, sich ein Viertelstündchen mit einer Tasse weißen Tees mit Kokosmilch ins avantgardistisch eingerichtet Wohnzimmer zu setzen und etwa einen Film wie "Null-Eins" zu betrachten, der die Beziehungsprobleme eines Paares als stets wiederholte Dialoge, die wiederum als Computerbefehle rechiffriert werden, in Szene setzt (Eva Könnemann). Ähnlich kreativ und originell, doch die ganze Bandbreite der Narrationsstilvielfalt ausschöpfend sind auch die anderen arbeiten, wobei "Ron und Leo" von Oliver Husain in seiner Abgespacedheit zwei schräge Kostümierte von Mißtrauenserregenden zu Sympathischen macht. "Rakete" von Ulrich Köhler ist eine einzige (!) treffsichere (!!!) Kamerafahrt, Jan Peters verherrlicht Super 8 und alle erzählen sie eine Geschichte über das Erzählen.

Davon wird man über kurz (!) oder lang süchtig und es lohnt sich, das Format "Videorekorder" noch lange beizubehalten, gibt es von "451" doch die erslen beiden X-pilations als Videocassetten.

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