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Tangerine

TANGERINE Irene von Alberti, D/MAR 2008, 95 min

In Tanger, dem Tor zwischen Europa und der islamischen Welt, begegnet ein marokkanisches Mädchen einem jungen Paar aus Deutschland. Es entspinnt sich eine vielschichtige Dreiecksbeziehung in der Geld, Lügen und Prostitution zum Widersacher einer wirklichen Freundschaft oder gar Liebe werden.

Tanger/Marokko. Amira wird von ihrer Familie auf die Straße gesetzt, weil sie lieber Tänzerin werden will als verheiratet zu werden oder als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie findet Unterschlupf in der Wohnung von Freundinnen, die ihren Lebensunterhalt als Prostituierte in den Bars von Tanger verdienen. Pia und Tom, Musiker aus Deutschland, lernen Amira in einer Diskothek kennen. Pia beobachtet Amira fasziniert beim Tanzen und lädt sie an ihren Tisch ein. Die beiden befreunden sich, doch Amira hat auch Augen für Pias Freund Tom. Da kommt Pia auf die Idee, mit Amiras Hilfe die angeschlagene Beziehung zu Tom auf die Probe zu stellen. Amira wiederum sieht in einer Affäre mit Tom ihre Chance.

TANGERINE lief ab dem 14. Mai 2009 in den deutschen Kinos. 
Vielen Dank an alle Kino-Besucher - für Eure tollen Reaktionen!

Preis für die beste Kamera beim New Berlin Film Award: Birgit Möller für »Tangerine«
Laudatio/Jurybegründung: Birgit Möller schenkt »Tangerine« wunderschön komponierte Bilder. Sie wagt sich besonders nah, aber ebenso sanft an die jeweiligen Frauen und ihre Konflikte heran, ohne dabei aufdringlich zu sein. Gleichermaßen geben ihre Einstellungen die intensive Atmosphäre von Tanger vermeintlich dokumentarisch wieder. Man spürt, dass es Birgit Möller mit ihrer souverän geführten Handkamera nie um aufgesetzte Authentizität oder Dynamik geht, sondern dass sie mit ihrer Arbeit den Darstellern und dem Erzählwunsch der Regisseurin den größtmöglichen Freiraum lassen will. Diese Eigenschaft des kontrollierten Zurücknehmens, über die man sich als Zuschauer normalerweise nur unbewusst freut, da man nie von den Figuren oder der Geschichte abgelenkt wird, möchten wir mit diesem Kamerapreis ganz bewusst und deutlich auszeichnen.

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Zitate

Pressestimmen

... Oder „Tangerine“, der erste Langfilm von Irene von Alberti („Stadt als Beute“). Eine runde Geschichte, die über den Tellerrand des Privaten hinausblickt. Großartig besetzt geht es um die Stellung der Frau, um Liebe, Freundschaft, Affäre und Prostitution in Marokko. (Zitty Berlin, 28.10.2008, Martin Schwarz über die Hofer Filmtage 2008)

"Tangerine" gelingt als deutschem Film das Kunststück, Einblicke in das Leben marokkanischer Frauen zu geben, ohne dabei in die Perspektive und Maßstäbe der deutschen Figuren zu verfallen, ohne zu werten und ohne einen touristischen Blick anzunehmen. Die Schauspieler, allen voran die aus Abdellatif Kechiches Filmen bekannte Sabrina Ouazani sowie Nora von Waldstätten, haben mit ihrem sympathischen und präzisen Spiel erheblichen Anteil an der wirklich entwaffnenden Natürlichkeit des Films, die ihn zu einem unprätentiösen, uneitlen und trotzdem intelligenten Genuß machen. (Schnitt, 04/2009, Oliver Baumgarten)

Preise und Festivals