Navigation überspringen

 
Naomis Reise

NAOMIS REISE Frieder Schlaich, D/PERU 2017, 93 min

Spielfilm/Gerichtsdrama - Uraufgeführt bei den Hofer Filmtagen im Oktober 2017

Nach dem Mord an einer Peruanerin, kommt deren 20jährige Schwester Naomi zusammen mit ihrer  Mutter als Nebenklägerin zum Prozess nach Berlin. Dort erfährt sie immer mehr vom Leben ihrer Schwester in Berlin, das sie bisher idealisiert hat und über die mutmaßlichen Mord-Motive ihres deutschen Ehemannes.
Nach der Urteilsverkündung muss sie eine Entscheidung treffen, wie und wo sie selber weiterleben will.

TV-PREMIERE am 4. Dezember 2017 um 0:20 Uhr im ZDF

mehr... weniger...

Pressestimmen

Schlaich breitet das Dilemma kultureller Missverständnisse und Abhängigkeiten aus, kontrastiert Naomis Aufgewühltheit mit der kalten Sachlichkeit der Justiz. Dass der Regisseur Richter und Anwälte mit praktizierenden Juristen besetzt, sorgt für immense Glaubhaftigkeit. (Tagesspiegel, 30.10.2017, Kaspar Heinrich)

In Naomis Reise inszeniert Frieder Schlaich diese Gerichtsverhandlung und kontrastiert sie mit den aufgewühlten Emotionen der betroffenen Angehörigen: Nicht als Melodrama, sondern als Justizthriller der anderen Art, der aus Verhören und Plädoyers ein ganzes Universum erschafft. (kino-zeit.de, 11.2017, Harald Mühlbeyer) mehr...

Ist der Angeklagte ein Rassist, der die peruanische Ehefrau von Anfang an als Besitztum behandelte und demütigte? War die Ermordete eine Quasi-Prostituierte, die den deutschen Ehegatten nur ausnutzte? Für beide Sichtweisen treten Zeugen auf und eröffnen Einblicke in eine abgründige Sphäre zwischen Sextourismus und Heiratsmarkt, die sich im Gefälle von reichen zu armen Ländern herausgebildet hat. Der Zuschauer findet sich auf einer hochdramatischen Reise durch widerstreitende Gefühle wieder, bei der er sich seinen eigenen Ressentiments und Vorurteilen stellen muss. (FILM DIENST, 24/2017, Rainer Gansera) mehr...

Preise und Festivals