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Mutters Maske

MUTTERS MASKE Christoph Schlingensief, D 1987/88, 85 min

Zwischen Lindenstraße und Visconti: das ultimative Remake von Veit Harlans OPFERGANG (1944)

Unter Verwendung von Motiven aus Baudelaires 'Blumen des Bösen' zeichnet Christoph Schlingensief das Drama einer im Ruhradel angesiedelten Familie nach. Das verhasste Erzählkino führt Schlingensief mit MUTTERS MASKE ad absurdum, indem er dessen Regelhaftigkeit selbst anwendet und überbeansprucht. Durch eine freiwillige Lächerlichkeit reduziert er seine Tragikomödie auf das Niveau einer Daily Soap.
Ein großartiger Film mit großartigen Schauspielern. Udo Kier als Kinderschänder, Susanne Bredehöft als Aidsinfizierte, die legendäre Brigitte Kausch als leidende Mutter und Helge Schneider, der die Musik zu diesem Film machte, als Schlotbaron von Mühlenbeck, der seine Mutter in den Wahnsinn treibt, um an das Erbe der Guldenburgs zu kommen.

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Zitate

Pressestimmen

Helges Musik ist göttlich. Der Film teuflisch. Das passt und bringt eine Menge Spaß. (Spex)

(...) ein Stück LINDENSTRASSE und DALLAS in einem aber in entschiedener und entscheidender Schieflage. (P. W. Jansen, 02.11.1988) mehr...

... Udo Kier spielt den Herrn vom Jugendamt, der sich um Älsens Tochter Maria kümmert, als wahren Harlan-Dämonen. Schlingensief treibt den verdrängten Expressionismus des Deutschen Films ad absurdum. Wahrhaft eine schwarze Komödie. (Helmut Schödel, 04.11.1988) mehr...

MUTTERS MASKE sprudelt also drauflos, ein bißchen romantisch und sehr todesverliebt. (...) Die frohen Toten von Baudelaire haben sich ins Erbe der Guldenburgs verirrt, der Frauenarzt von Bischofsbrück hat sich an den Verdammten von Visconti vergriffen. Das Verhältnis des Regisseurs zu seinem Material gleicht dabei in etwa dem der Oper zur Realität. (...) (Michael Althen, 17.01.1989) mehr...