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Mörderschwestern

MÖRDERSCHWESTERN Peter Kern, A 2011

DER 1. FILM IN MÖRDERAMA! Nach 3D endlich ein neues Kinoformat: das Publikum entscheidet über Leben und Tod!

Frei erzählt nach den Presseberichten über die Verbrechen der Krankenschwestern aus dem Lainzer Krankenhaus in Wien, die vor 23 Jahren 49 Patienten mit Rohypnol ermordet haben, weil sie sich beim Schweinshaxenessen im Krankenschwesterruhezimmer gestört gefühlt haben.

Statement des Regisseurs Peter Kern

Bei Mörderama zählt das gefühlte Verbrechen. Kollektives Morden entführt uns in die unergründliche Seele, in den Abgrund unserer Phantasie und Möglichkeiten. Das Kino als Ort der Buße. „Die Mörder sind unter uns“ und die Opfer werden die neuen Täter sein. Jetzt erst lernen wir Kriege zu verstehen und Opfer zu begraben.

"Sie sind für unser Land gefallen" heißt es oft in politischen Stellungnahmen. Das Fallen wird zur virtuellen Realität. Wir lassen die Menschen auf der Leinwand fallen, damit wir nach dem Kinoerlebnis aufrecht stehen und in Würde den Kinosaal verlassen können. Wir töten ohne Blut und sind selber das blutige Opfer - eine Innovation des Kinos, die unsichtbare Lüge macht uns zu unbestraften Mördern.

Jeder Zuschauer erhält ein Mörderama, eine Fernbedienung mit 4 Farben. Per Knopfdruck kann er auf den Handlungsfortgang Einfluss nehmen.

Mörderama, die Fernbedienung fürs Kino, führt zu der Erkenntnis des Grauens, dass wir alle die Verletzung suchen. Beim Sport, bei der Samstagabendunterhaltung, beim Krimi schauen. Das Entsetzen ersetzt die Spannung der Liebe.

Mörderama beweist, dass die Katastrophe des Anderen in uns eine Hysterie auslöst, die uns von Opfer zu Opfer führt. Dabei übersehen wir die Realität, den Wahnsinn des Krieges, die vielen Toten in den Nachrichten werden zu Sprechblasen, weil Sie uns nicht mehr unterhalten können und hinter jedem Verbrechen ein Schicksal steht.

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Zitate

Pressestimmen

Nicht didaktisch, sondern wild, albern und klug. Lange wurde einem nicht mehr so kreativ der Kopf gewaschen! (Schnitt.de)

Während sein Film sich zunächst an einer wahren Begebenheit orientiert (…), zerreibt er in gewohnt grandioser Kameraführung seine Handlung und bringt, eh man’s sich versieht, ein philosophisches, verstörendes Kleinod auf die Leinwand. (Reihesieben.de)

Es wird einem auf höchst überraschende Weise ein Spiegel vorgehalten, wenn sich der Film als smarte Mediensatire entpuppt, als Posse über Sensationsgeilheit und anonyme Täterschaft, als Kunstfilm, der sein eigenes Genre mit Füßen tritt und der Stellung bezieht, wo normalerweise alles im selbstgefälligen Geplapper des akademischen Diskurses versinkt. (Skip.at)

Kern ist, was er immer ist und so ist auch sein Kino: verzweifelt, verwundet, aber mit einem gewaltigen Herz. (fm4.com)