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Knistern der Zeit - Christoph Schlingensief und sein Operndorf in Burkina Faso

KNISTERN DER ZEIT - CHRISTOPH SCHLINGENSIEF UND SEIN OPERNDORF IN BURKINA FASO Sibylle Dahrendorf, D 2012, 106 min

Ein afrikanisches Bayreuth, eine Oper in Afrika? Christoph Schlingensief reiste trotz schwerer Krankheit immer wieder nach Afrika, um sein wichtigstes Projekt zu starten: Ein Operndorf in Burkina Faso, ein Raum an dem Leben und Kunst zusammen gehören. „Knistern der Zeit“ erzählt die Geschichte eines scheinbar unmöglichen Projekts, von der Suche nach dem richtigen Ort im Mai 2009 bis zur Schuleröffnung im Oktober 2011. Die Dokumentation begleitet Schlingensief hautnah und macht seine Vision und seinen Kampf für das Projekt erfahrbar. Im August 2010 stirbt Christoph Schlingensief, sein Traum lebt weiter.

Ein Film von Sibylle Dahrendorf mit Christoph Schlingensief, Diébédo Francis Kéré, Aino Laberenz, dem Via Intolleranza - Ensemble und anderen Mitstreitern.

Deutscher Kinostart: 07. Juni 2012
DVD-Veröffentlichung: 07. Dezember 2012

Aktuelle Film - Veranstaltungen:

  • 24. Mai 2014 / 16.00h im MoMA - Kino T2 in New York (Christoph Schlingensief - Filmretrospektive)

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INTERVIEW mit Sibylle Dahrendorf
Frieder Schlaich: Du hast Christoph Schlingensief lange Zeit als freie Fernsehautorin begleitet. Wie und wann hat das angefangen?

Sibylle Dahrendorf: Christoph Schlingensief habe ich 1998 kennen gelernt, in der Zeit, in der er die Partei CHANCE 2000 gründete. Carl Hegemann lief mir damals auf der Kastanienallee über den Weg, erzählte mir, dass sie ihr Zirkuszelt aufbauten um die Partei zu gründen, und fragte mich, ob ich Zeit hätte einmal mitzukommen, was ich unbedingt tun müsste. Eine halbe Stunde später saß ich da, mit tausend Leuten, die Teil der Idee CHANCE 2000 waren und wurde mit offenen Armen begrüßt. Ich begleitete Christoph für eine Reportage, die damals entstand, und für Wahlspots, die wir von einem Tag auf den anderen drehten. Nach CHANCE 2000, kamen Berichte über die Theaterarbeiten von Christoph, wie HAMLET in Zürich, die Containergeschichte bei den Wiener Festwochen, die ganz Wien in ‚Unordnung’ brachte. Ich habe den Zugang zu ihm eher über das Theater gehabt, bevor ich ihn kennenlernen konnte, seine Arbeiten an der Volksbühne gesehen - einschlägige Erinnerungen, wie DIE SCHLACHT UM EUROPA. Seitdem bin ich immer wieder mit Abständen auf die Arbeiten von Christoph gestoßen und habe sie mit Reportagen oder Features für unterschiedliche Sender begleitet, begleiten dürfen.

F: Wann hast du das erste Mal vom OPERNDORF gehört, und wie ist die Idee gereift, daraus einen Film zu machen?

S: Ich habe Christoph das erste Mal von der Idee des OPERNDORFES bei einer Veranstaltung im HAU, im Herbst 2008, nach der Ruhr-Triennale - Inszenierung EINE KIRCHE DER ANGST VOR DEM FREMDEN IN MIR reden hören. Er sagte, dass er nach Afrika reisen wolle, um dort ein Festspielhaus zu bauen. Das stand dann natürlich sofort in der Zeitung. Ich war mitten in den Dreharbeiten für ein Fernsehprojekt für die ARD und hatte schon damals die Idee das OPERNDORF - Projekt, auch in dieses Portrait aufzunehmen. So ging das ineinander über. Im Sommer 2009 war das Fernsehportrait über Christoph fertig und in diesem Jahr ist der OPERNDORF - Gedanke entstanden, die ersten Reisen nach Afrika waren gemacht, aber der Ort war noch nicht ausgewählt. Wir waren beide der Meinung, dass es schade wäre, jetzt aufzuhören und suchten nach einem Weg, dieses Projekt, bei dem man damals noch gar nicht wusste, was dabei herauskommen würde, filmisch weiter zu begleiten.

F: Für das OPERNDORF - Projekt waren die Beiträge, die du für Kulturzeit machtest, medial sehr wichtig. Da warst du die einzige. Wie aktiv hat Christoph dich da reingeholt? Christoph hatte ja immer eine Kamera dabei und wenn er keine Kamera dabei hatte, hat er sich selbst gefilmt.

S: Christoph hat sich sowieso selbst gefilmt, egal ob eine Kamera, keine Kamera oder zehn Kameras dabei waren. Bei den Vorbereitungen für das OPERNDORF - Projekt gab es einen einschneidenden Moment in Kamerun, auf der ersten Reise und Suche nach dem Ort für das OPERNDORF. Die Reise war sehr unglücklich, was Christophs Gesundheitszustand betraf und musste vor der Weiterreise nach Burkina Faso abgebrochen werden. Ich hatte eigentlich den Auftrag, nicht nur für das anstehende Portrait diese Reise zu filmen, zu begleiten, sondern es war auch angedacht einen Kulturzeit - Bericht über den Start der Suche zu machen. Ich stand dann vor der Entscheidung: Mache ich jetzt aus dieser unglücklich verlaufenen Reise dennoch einen Bericht oder nicht? Ich schrieb Christoph eine Email, in der ich ihn das fragte, warum nicht trotzdem einen Bericht machen und erzählen, was wir erlebt hatten, welche Orte wir uns angeguckt hatten, wen wir alles getroffen und gesprochen hatten, also wie das Form annehmen könnte. Und er antwortete: „Mir geht’s heute richtig gut... Dann mach das doch ruhig.“ Er sah es auch so, dass es im „Kern die Chance“ gäbe, das „Projekt als sechstägigen Start anzusehen...“ Das waren seine Worte. Und er fand noch wichtig, dass es nicht so traurig werden sollte. Und so entstand ein Bericht, indem ich erzählte, wie die Suche nach dem Ort für das Festspielhaus begonnen hatte. Das war das Schöne: Du hattest das Gefühl, dass diese Arbeit auch für ihn etwas bedeutet und er davon auch etwas mitnehmen kann. Es war ein Geben und Nehmen. Ich glaube, dass die mediale Begleitung, das Bild oder die Bilder, die er in die Medien brachte, immer Bestandteil seiner Arbeit gewesen ist. Fernsehen, Hörfunk und die ganzen schreibenden Journalisten. Deswegen hat er das auch ,benutzt‘.

F: Wie war das für dich als Filmemacherin: War Christophs Tod für dich so präsent, dass du ihn immer mit einrechnen musstest? Wo, dachtest du, würde der Film enden?

S: Spätestens mit der Rede zur Grundsteinlegung am 8. Februar 2010, bei der Christoph von dieser Sehnsucht oder Utopie sprach, dass Kunst heilen kann, dass „Kunst Balsam für die Seele“ ist, habe ich, vielleicht auch unterbewusst, geglaubt, diese Geschichte erzählen zu können, dass das wirklich stimmt, und zwar analog an der Geschichte des OPERNDORFES in Burkina Faso.
Aus der heutigen Perspektive ist es hoch gegriffen zu sagen, er hätte gesund und geheilt werden können. Das war die Sehnsucht, die alle hatten, die Christoph kannten - dass er gesund wird, dass er zumindest noch ganz viele Jahre geschenkt bekommt. Retrospektiv betrachtet habe ich damals, als Christoph die erschütternde Diagnose der Metastasen bekam, auch darüber nachgedacht, total verdrängt, dass er sterben könnte. Natürlich hat man sich mit Christoph immer mit dieser Krankheit auseinandergesetzt, aber ich glaubte immer, dass seine Energie stärker sein würde, gerade in Afrika, weil ein neues Projekt geboren wurde, weil diese Idee des OPERNDORFES sich immer mehr formulierte, weil er seine Truppe, sein Team immer dabei hatte. Das hat natürlich auch ,abgelenkt‘. Vielleicht wollte man sich auch selber ablenken, weil man das ab irgendeinem Zeitpunkt nicht aushalten kann, sich damit zu befassen. Ich wollte die Möglichkeit, dass er sterben könnte, nicht mit in den Film einbeziehen.

F: Was ist mit dem Film passiert, nachdem  Christoph starb? Hast du den Film grundsätzlich in Frage gestellt?

S: Für mich war nicht klar, ob ich das weitermachen möchte oder weitermachen ,kann‘. Ob ich der ganzen Geschichte gerecht werde, ob ich Christoph gerecht werden kann. Das war für mich natürlich ganz tief in Frage gestellt. Ich konnte das aber nur herausfinden, indem ich nicht zuhause sitzen blieb, sondern ohne großen zeitlichen Abstand schon im September 2010, natürlich in Absprache mit seiner Frau Aino Laberenz und seinem Architekten Diébédo Francis Kéré, mit dem Kamerateam nach Burkina Faso flog, um herauszufinden, was man jetzt für einen Weg gehen könnte. Da sind dann auch diese Bilder des ‚Stillstands’ entstanden. Geflogen bin ich mit meinem Kamerateam, für die das auch nicht einfach war, mit den Fragen und der totalen Traurigkeit: Kann man den Film überhaupt weitermachen? Wenn ja, wie? Spielt der Tod eine Rolle in dem Film? Was passiert überhaupt mit dem OPERNDORF? Und wo ist Christoph jetzt? Das war eine besondere Phase, ein Vakuum, der Stillstand zwischen Juli 2010 und Frühjahr 2011, wo nicht gebaut wurde und Aino Laberenz als Leiterin der Festspielhaus GmbH sich mit ihrem Bauteam sortieren musste. Davon war natürlich auch der Film abhängig. Es ist ja eine Sehnsucht des Produzenten oder des Verleihers, von dem Filmemacher zu erfahren, wie ein Film endet, in diesem Fall noch zusätzlich, ob der Film überhaupt noch weitergeht. Die Frage war für mich und dadurch auch für andere nicht zu beantworten, weil sie abhängig von der Frage war, wie es mit dem OPERNDORF weitergeht. Und zwar nicht nur mit dem Bau. Wie macht Aino weiter? Wie Francis? Welche Einstellung finde ich zum Tod? Und welche Antwort finde ich auf die Frage: Wenn der Tod eine Rolle spielt, wie kann man das umsetzen

F: Im Film ist die Zuspitzung der Krankheit das dramaturgische Moment überhaupt geworden. Erst die Suche, dann die Krankheit, der Tod und die Ruhe danach. Wie hat sich das im Schnitt entwickelt?

S: Was ich nicht wollte, war eine Geschichte zu erzählen wie: ,Der Künstler Christoph Schlingensief ist schwerkrank in Afrika unterwegs.’ Man sieht, dass Christoph krank ist. Egal wer mit ihm gedreht hat, sieht seit der Diagnose oder der Operation in Christophs Gesicht, obwohl er sehr energetisch ist, die Krankheit. Sie war erfahrbar, wenn man mit ihm unterwegs war. Es gibt schon eine Auseinandersetzung mit der Krankheit, auch in dem OPERNDORF - Film, aber weniger als in dem damaligen Fernsehportrait. Dort ist wirklich eine explizite Auseinandersetzung mit der Krankheit zum Thema gemacht. Bei dem OPERNDORF - Film reist die Krankheit mit, aber ich finde nicht, dass sie explizit erläutert wird. Ihr Werdegang spielt keine Rolle. Sie ist insofern da, dass Christoph davon berichtet, was die Krankheit mit ihm macht, und dass er es extrem eilig hatte. Eilig hatte er es schon immer, aber jetzt erst recht. Aber die Krankheit wird nicht mehr analysiert, es wird nicht dargestellt woher sie kommt. Diese Selbstanalysen, die Christoph in dem Jahr davor gemacht hatte, spielen in dem Film eine untergeordnete Rolle. Insofern war es mir wichtig, Töne, Bilder und Momente für den Tod zu finden, welche die Chronologie in dem Film brechen können. Der Tod taucht als Element auf. Er besitzt eine bestimmte Dramaturgie in dem Film. Der Tod kommt nicht nur in der Chronologie der Ereignisse nach der letzten Reise mit Christoph in das OPERNDORF sondern reist konstant mit. Manchmal vergisst man ihn, dann kommt er wieder.
Es war mir wichtig dem Film das mitzugeben, dass es nicht die chronologische Geschichte ist: Christoph bricht auf, reist nach Burkina Faso, sucht einen Ort, findet ihn, es wird der Grundstein gelegt, dann wird angefangen zu bauen, dann gibt es eine Krise und dann stirbt er. Ich hatte die Sehnsucht diese Chronologie zu durchbrechen, weil man immer auch mit der Perspektive in seinem eigenen Leben herumläuft, dass Christoph nicht mehr da ist. Diese Perspektive wollte ich dem Film schenken. Das ist die Gegenwart. Und auf der anderen Seite wollte ich nicht, dass Christoph nach seinem Tod, also in dem Film, tot ist. Ich musste viel an MEA CULPA denken, seine große und großartige Inszenierung an der Wiener Burg, in der er nicht nur schon das Festspielhaus auf die Bühne brachte, sondern den letzten Akt im Jenseits ansiedelt. Da trafen die Lebenden auf die Toten und umgekehrt. Unglaublich, wenn man sich das heute vorstellt. „Ein Blick ins Jenseits durch die Kunst“ hieß das damals, glaube ich.

F: Die Idee des OPERNDORFES erzählt der Film. Aber was macht dieser Ort für dich aus, jetzt wo du auch ohne Christoph dort warst?

S: Ich habe oft bei den Reisen ohne Christoph gedacht, dass man irgendwo auf dem Mars gelandet ist, im positiven Sinne, dass man plötzlich eine Welt kennen gelernt hat, die ich ohne die Idee von Christoph niemals kennen gelernt hätte. Ich schätze die Idee des OPERNDORFES begleitet zu haben. Ich schätze auch die Erfahrung die Schuleröffnung im Oktober 2011 erlebt zu haben, als plötzlich 50 Kinder in die Schule gehen, was vor drei Jahren noch eine reine Imagination gewesen war. Das war ein ganz besonderer Moment, der mir sehr viel geschenkt hat. Als Christoph im Film den Ort findet, stellt er sich die Frage: „Der Beweis, dass es noch ein Jenseits geben muss, ist ja: Nur wegen meinem Körper kann ich doch nicht hier irgendwie der alleinige Grund sein, da zu sein? Es kann doch nicht nur um meinen Körper gehen?“ Also ist es auch die Frage: Was bleibt von mir eigentlich übrig, wenn ich schon weg bin? - wie er dann später formuliert.
Das sind Fragen, die betreffen jeden. Wir haben mit der Eröffnung der Schule aufgehört für diesen Film zu drehen. Die Krankenstation wird nun gebaut, das Theater soll kommen. Das OPERNDORF selbst als Idee muss weiter getragen werden.

F: Der Film endet mit den Kindern, die sich selbst filmen. Die Schlussbilder haben eine besondere Bedeutung, sie bleiben hängen. Eine einzige, kurze Erläuterung zum Film: Warum hast Du das ans Ende geschnitten?

S: Es war lange eine große Schwierigkeit, die Antwort auf die Frage zu finden: „Wie endet dieser Film?“ Irgendwann nach der Sichtung der unzähligen Handyclips, die Christoph von und mit sich selbst gedreht hatte, wuchs die Entscheidung, sie als eine Perspektive mit in den Film aufzunehmen. Ich las eine Transkribierung eines Interviews, das ich mit Christoph geführt hatte. Er erzählt davon, dass er an dem Traum festhält, dass die Kinder hier eine Kamera bekommen und filmen sollen, so wie sie sich das vorstellen und dadurch für sich die Welt entdecken, ohne dass ihnen da jemand hereinredet. Als ich dieses Interview las und mit diesen Handyclips konfrontiert war, ist der Gedanke entstanden, den Kindern der Familie, die wir dort kennen gelernt hatten und ja auch ein Teil des Films geworden sind, so eine Flip-Kamera in die Hand zu drücken, damit sie das zu Ende bringen. Die Handys geben dem Film jetzt seine Klammern. Er fängt mit Christoph an, der sich draußen in der Nacht in Ouagadougou selber filmt, seine Idee im Aufbruch beschreibt, und endet mit der Perspektive der Kinder, mit ihren selbst gedrehten Handy-Clips, wie sie etwas beginnen.. Es war aber keine konzeptionelle Geschichte, so etwas baut sich dann plötzlich als Gedanke auf und dann versucht man ihn zu verfolgen. Daraus sind diese wunderbaren Momente entstanden. Als wir dann eine Übersetzerin hatten, die übersetzte, was die Kinder im Off reden, entdeckten wir Sätze wie „Halt die Kamera andersherum.“ oder „Was filmst du da?“ Daraus entstand die Idee, zu zeigen, wie sie die Kamera und Film entdecken. Da das OPERNDORF eine Filmklasse bekommen soll, fand ich es schön, den Film so enden zu lassen.
Presseheft

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Pressestimmen

Mit seinem viel zu frühen Tod hat der Tausendsassa Christoph Schlingensief ein riesengroßes Loch in die deutsche Kulturlandschaft gerissen. Das wird einem mal wieder schmerzlich bewusst, wenn man diesen herzergreifenden Dokumentarfilm über Schlingensiefs letztes Projekt sieht: den Bau einer Oper im afrikanischen Staat Burkina Faso. (Zitty)

Dahrendorfs Film ist voller Neugier, komisch, anrührend und ziemlich chaotisch - und gerade darum der Arbeit des Künstlers [Christoph Schlingensief], dessen Sterben und Vermächtnis er dokumentiert, sehr nah. (Der Spiegel)

Ein berührendes Vermächtnis eines Visionärs. (Stern)

Verrückter oder Visionär? Christoph Schlingensief war die Synthese aus beidem. Einmal mehr und besonders lebhaft erfährt man das in „Knistern der Zeit – Christoph Schlingensief und sein Operndorf in Burkina Faso“, Sibylle Dahrendorfs packender Dokumentation über das Lebensprojekt des radikalen Filmemachers, Theaterregisseurs, Autors, Talkmasters und Aktionskünstlers, dessen Auseinandersetzung mit dem Sterben von der Entstehung des Operndorfes nicht zu trennen ist. Das zeigt der anrührende Film mit aller Deutlichkeit. Bewegendes Vermächtnis. (Der Tagesspiegel, Tobias Schwartz)

Man ist als Zuschauer immer nah dran und wird involviert in die emotionalen Höhen und Tiefen des Regisseurs [Christoph Schlingensief]. (taz, Katrin Bettina Müller)

Dieser Film nimmt den Rhythmus Afrikas auf, ohne ihn jedoch bloß exotisch auszustellen. (Neues Deutschland, Gunnar Decker)

Es ist ein Glücksfall für den Film über das Werden dieses Projekts, dass die freie Fernsehautorin Sibylle Dahrendorf Schlingensief schon sehr lange kennt, dass sie in den Jahren, in denen sie seine Arbeit als Reporterin begleitete, spürbar sein Vertrauen gewonnen hat. (epd Film, Anke Sterneborg)

In ihrem [Sibylle Dahrendorfs] schnörkellosen, ruhigen Film begleitet sie die Idee behutsam in die Wirklichkeit. (Märkische Allgemeine, Nada Weigelt)

Sibylle Dahrendorf erzählt in "Knistern der Zeit" von der Entstehungsgeschichte dieses Dorfes in der Savanne südlich der Sahara, zugleich ist der Film eine Geschichte des Abschieds von Schlingensief. (Tip, Bert Rebhandl)

Ein schöneres Vermächtnis an die Nachwelt als Schlingensiefs Operndorf in Burkina Faso kann es nicht geben... (SWR.de, Herbert Spaich)

Natürlich ist Sibylle Dahrendorfs Knistern der Zeit eine Schlingensief-Dokumentation. Sie lebt von seinem Elan, seinem Charme, davon, dass wir alle ihn hier noch einmal quicklebendig in Aktion erleben können, und wieder ein bisschen 'was Neues, eine weitere Facette seines Werks kennenlernen. Doch das ist unsere Wahrnehmung. Denn als Film ist dies zugleich das Gegenteil einer One-Man-Show: Ein Dokumentarfilm, wie er sein soll: Nüchtern, kühl, voller Lust an der Beobachtung und eben am Festhalten des Beobachteten. Und eben dadurch entwickelt er schnell einen Sog und eine ganz eigene Emotion und Poesie. (artechoc, Rüdiger Suchsland )

Preise und Festivals