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Just the Wind

JUST THE WIND Bence Fliegauf, H/D/F  2011, 98 min

Die Nachricht verbreitet sich in Windeseile: In einem ungarischen Dorf wurde eine Roma-Familie ermordet. Die Täter sind entkommen. Eine andere Roma-Familie, die nahe dem Tatort lebt, versucht den Tag nach der Tat zu überstehen. Und abends, als die Dunkelheit über das Dorf hereinbricht, rückt man im Bett noch enger zusammen als sonst. Doch die Hoffnung, dem Wahnsinn zu entkommen, erweist sich als trügerisch.
Ausgehend von einer realen Mordserie, der in Ungarn in wenig mehr als einem Jahr acht Menschen zum Opfer fielen, schildert Bence Fliegauf die Pogromstimmung, aus der Gewalt gegen Minderheiten entsteht. Die Kamera haftet sich eng an die Fersen der Figuren und macht ihre zunehmende Atemlosigkeit auch physisch erfahrbar.

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Pressestimmen

Was für ein Film! „Just the Wind“ nimmt einem von der ersten Sequenz an den Atem. Kinematographie in Vollendung: ästhetisch zwingend. (Frankfurter Rundschau, Anke Westphal)

Bence Fliegaufs hochpolitischer Film über Mordanschläge auf Roma-Familien. (Zeit online, Thomas Assheuer)

Bence Fliegauf beschönigt nichts, mancher Roma im Film schuftet sich kaputt, mancher ist nur eine kaputte Existenz. Aber man sieht die Ursachen der Zerstörtheit, kann die Pogromstimmung mit Händen greifen. (Der Tagesspiegel, Christiane Peitz)

Preise und Festivals