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Ghetto

GHETTO Thomas Imbach, CH 1997, 118 min

Cinéma-vérité Kamera und rasante Schnitte

«Das grösste verdammte Ghetto» nennt der Schulwart das Klassenzimmer, in dem Xhumi und Müke die letzten paar Monate ihrer Schulzeit verbringen. Anas Hände werden schweissnass, wenn es um die Frage nach ihrer beruflichen Zukunft geht. Oli steht schon draussen – nämlich auf der Gasse. «Dein Gesicht hat sich bös verändert in letzter Zeit» sagt Ati, der Marroni-Verkäufer, auch noch keine 20. Wir befinden uns an einem sonnigen Flecken der Zürcher Goldküste. Eine Handvoll Kids bahnt sich ihren Weg in die Arbeits- und Konsum-Gesellschaft. « Es ist sechs Grad minus», sagt Oli seinem Freund Ati, während Dani sich schwerfällig von seinem Bett auf den Boden rollen lässt.

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Pressestimmen

Im anarchischen Klassenzimmer, im dröhnenden Techno-Keller, bei ihren nächtlichen Streiftouren und auf der umständlichen Suche nach einer Lehrstelle. Eine eindringliche, rasante und berührende recherche sentimentale ist dabei entstanden. Die Kids sind, allen Schranken, Stolperern und Anschissen zum Trotz, voller Energie. (Weltwoche)

Ghetto liefert ein unerhört lebendiges, wahrhaftiges und berührendes Bild dieser Generation, die mit einem nie gekannten Liberalismus in einer nie gekannten wirtschaftlichen Zwangslage konfrontiert ist. (Tagesanzeiger)

Schließlich liegen den Rotzgofen neben der eigenen Lehrerin auch wir nach zwei Stunden "Ghetto" zu Füßen. Und innerlich hofft man, dass man damals ähnlich krass drauf war. (Die Wochenzeitung)

Ein Film der pulsiert, mitreißt, vor Geschichten überquillt. Da soll noch einer sagen, die Schweiz sei langweilig. (Blick)

Preise und Festivals