Navigation überspringen

 

EIN FETTER FILM Peter Kern, D 1992, 70 min

Von der Misere des Massigen

170 Kilo Wiener Urgestein. Dieses chaotisch-autobiographische Videotraktat hat nur einen Inhalt: die Homosexualität und Gewichtsprobleme des Autors. Bildfüllend poltert er durchs Bild, ganz sympathischer Gargantua, der die Grenzen des sogenannten guten Geschmacks austestet.
Nachdem sein weißer Perserkater Honecker vom Dach fällt und in die Tierklinik kommt, sieht sich der Regisseur/Protagonist auf sich selbst zurückgeworfen. Sein Körper gerät endgültig außer Kontrolle, als seine gewaltigen Brüste sich lautstark zu Wort melden. Ein Arzt bringt Kern schließlich auf die Spur des lebensrettenden Argan-Öls; von Wildziegen von Bäumen gefressen und verdaut, sei es die Wunderwaffe gegen Fettsucht. Die Suche führt ihn zusammen mit einer Straßenbekanntschaft zum Chartertarif nach Marokko...

mehr... weniger...

Pressestimmen

Bewegendes Chaos der Selbstbespiegelung und satirischen Entblößung. (S. Feldmann)

Virtuos hantiert der Schauspieler und Regisseur mit den Spielarten des Melodrams,dem Rührseligen und Gefühligen, dem Biederen, Bösen und Biestigen. Peter Kern, das Monster, der Melancholiker, die Kitschliesl, der Unhold, das Unikum, der Illusionist und Märtyrer, das Blumenkind und der Satansbraten - und der Mensch, dick und traurig und fröhlich, eben er selbst. (Westdeutsche Zeitung)