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Egoshooter

EGOSHOOTER Christian Becker, Oliver Schwabe, D 2005, 79 min

Stell dir vor, dein Leben ist ein Film, Tag für Tag, Stunde für Stunde ... - Tom Schilling (OH BOY) im radikalsten Film aus der von Wim Wenders produzierten Reihe „radikal digital“!

Der 19-jährige Jakob hält alle kleinen und größeren Ereignisse mit seiner Videokamera fest: Sex am Flussufer, Trinken mit seinen Freunden, den Einbruch in ein Wohnhaus, in dem er mit seinem Kumpel wahllos das Mobiliar zertrümmert. Es ist weniger die Wut auf die Verhältnisse, die Tom treibt, als vielmehr die Frustration über sein eigenes perspektivloses Leben.
In einer Mischung aus Videotagebuch und Spielfilmelementen nehmen atmosphärische Schnappschüsse den Platz einer linearen Erzählung ein.

EGOSHOOTER ist der vierte und gelungenste Film aus der von Wim Wenders produzierten Reihe "radikal digital".
(S. Interview im Bonusmaterial.)

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Pressestimmen

Wie wenige andere Filme fängt dieser einen der zentralen Aspekte eines gegenwärtigen Lebensgefühls ein: Das Driften, das Flanieren durch Zeit und Raum - heute eine Mischform aus Zeittotschlagen und Herumhängen -, das Suchen, ohne zu wissen, wonach. Alles scheint fragmentarisch. Dass der Film nicht versucht, dies zu einer Botschaft, einem Gegenentwurf gar zusammenzuzwingen, sondern es in seiner Offenheit, die auch Haltlosigkeit ist, belässt, ist seine Stärke. Am Ende bleibt Einsamkeit. Dass diese nicht doch noch tröstlich mit einem Happy-End und einer Sinn-Soße übergossen wird, daran muss man sich erst wieder gewöhnen, auch im deutschen Kino. (Rüdiger Suchsland)