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Die Wiese der Sachen

DIE WIESE DER SACHEN Heinz Emigholz, D 1974-87, 88 min

„To whom in love of Nature holds communion with her visible forms, she speaks of a various language.“ William Cullen Bryant

Berlinale 2016 / Panorama - 30 Jahre Teddy Award: PREMIERE der restaurierten Kino-Fassung am Dienstag, 16.02. - 22:00 Uhr, Cinestar IMAX!

Clonetown, 1974 bis 1979. Die Chronik eines Abschieds. Charon, ein abgesprungener Terrorist (Eckhard Rhode), sitzt am Ufer zur Vergessenheit und kommentiert die bevorstehende Vermoderung eines entführten Autohändlers. Er hätte auch gern einen Körper gehabt. In seiner Erinnerung ziehen seine zweiten und dritten Ichs herauf, der megalomanische Künstler und der perverse Teppichhändler (John Erdman).

Die ehedem achtlos misshandelten Dinge rächen sich in seinem Kopf. In der Fernsehsendung ›Tausend Häuser‹ werden Bauwerke auf die Gehirne ihrer Architekten zurückprojiziert. In den Bäuchen längst gestrandeter Schiffe haben Matrosen immer noch Sex. Dem allwissenden Erzähler ist das Publikum weggestorben. Er liegt auf seinem Hotelbett in Vancouver, isst Opium und ruft sich alle Räume, in denen er jemals hauste, ins Gedächtnis zurück, Jedes Jahrzehnt hat seinen eigenen Zugang zum Himmel.

DIE WIESE DER SACHEN erhielt 1988 auf der Berlinale den "Gay Teddy Bear Award" als Bester Spielfilm.

Drehorte: Hamburg, Manhattan, Brooklyn, Taunus, Vancouver
Drehzeit: April 1973 bis August 1987
Uraufführung: Berlinale, Panorama, Atelier am Zoo, 16. Februar 1988

Der Film enthält als Zitat einen Auschnitt aus SCHENEC-TADY IV, einer 1975 hergestellten und nicht veröffentlichten Folge der SCHENEC-TADY-Serie.

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Pressestimmen

Man möchte Ähnlichkeiten zwischen Fernando Pessoa, dem Autor des ‘Buchs der Unruhe’, und Heinz Emigholz feststellen, ohne sofort überprüfen zu müssen, ob der Vergleich standhält: die Assoziation drängt sich auf. Die Resultate beider sind unterschiedlich genug; aber es ist die (Erzähl)-Haltung, die den Vergleich zu gestatten scheint: sich eine als äußerst fremd empfundene Welt aneignen, indem sie einem ideolektischen Modus der Beschreibung und der Reflexion unterworfen wird. (BLIMP, Nr. 11, 1989, Peter Tscherkassky)

Preise und Festivals