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Der Sohn

DER SOHN Jean-Pierre et Luc Dardenne, F 2002, 103 min

Der Nachfolger des gefeierten ROSETTA, ausgezeichnet mit der Goldenen Palme von Cannes für den besten Hauptdarsteller Olivier Gourmet.

Olivier hat es zunächst abgelehnt, Francis in seiner Schreinerwerkstatt aufzunehmen. Doch wer ist dieser Junge? Und warum folgt Olivier ihm dann durch den ganzen Betrieb, die Stadt, bis nach Hause? Warum wird er wie magnetisch von ihm angezogen? Und warum scheint er ihn so sehr zu fürchten?

Interviews und begleitende Texte finden sich in den parallel erscheinenden Revolver-Heften!

DER SOHN, der neueste Film der belgischen Brüder Luc und Jean-Pierre Dardenne, erzählt ein ungewöhnlich anrührendes menschliches Drama. Der introvertierte Tischlermeister Olivier ist Lehrmeister in einer Schreinerwerkstatt für schwierige Jugendliche. Ein Junge, der sich um eine Lehrstelle bewirbt, scheint seine besondere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wer ist dieser 16jährige Francis, auf den Olivier so merkwürdig reagiert? Nach einer emotional aufgeladenen Begegnung zwischen Olivier und seiner geschiedenen Frau Magali wird langsam klar, welch schicksalshafte Herausforderung Olivier zu bewältigen hat: Francis hatte vor fünf Jahren Oliviers und Magalis kleinen Sohn in Panik erwürgt, als dieser ihn beim Diebstahl eines Autoradios störte. Nun steht der auf Bewährung aus dem Jugendgefängnis entlassene Francis als Lehrling vor ihm. Und Olivier nimmt ihn in die Werkstatt auf, schafft sogar ein besonderes Vertrauensverhältnis zu dem Jungen. Warum? Er kann es sich selbst kaum erklären. Francis seinerseits ahnt nicht, wer sein Lehrmeister ist. Doch bei einer gemeinsamen Fahrt in ein entfernt liegendes Holzlager kommt es zur Konfrontation...

Nach ROSETTA haben die Brüder Dardenne mit DER SOHN ihr Kino eines kühnen modernen Sozialrealismus fortgeführt. Den entgleisenden Alltag, die innere Verkrampfung Oliviers inszenieren sie anfangs mit körpernaher, bewegter Handkamera, lassen allerdings den Figuren die Unberührtheit, den Gesichtern ihr Rätsel. Die ungeheure psychologische Spannung ihres Films wird dadurch noch gesteigert. Wird der Vater die Kraft finden, dem arglosen jugendlichen Mörder seines Sohnes zu vergeben?

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Pressestimmen

Spannend von A bis Z und von wunderbarer Klarheit. Nicht eine überflüssige Szene, kein Wort zu viel. Nur das Wesentliche. (Telerama)

Überwältigend – ein wahres Meisterwerk. (Le Matin)

Mit ihrer beobachtenden, aufmerksamen Kamera durchforschen die Dardennes die Oberfläche der Dinge, um deren Tiefe freizulegen. Das Wesentliche anhand des Unbedeutenden anzurühren, das ist die wahre Kunst dieses Films! (Le Figaro)

Preise und Festivals