Navigation überspringen

 
Continuity

CONTINUITY Omer Fast, D 2012, 41 min

Ein Ehepaar lässt Callboys ihren in Afghanistan gefallenen Sohn spielen.

Torsten und Katja, verheiratet und mittleren Alters, bereiten einen festlichen Empfang in ihrem Haus vor. Sie fahren zum Bahnhof und holen Daniel ab, ein schlaksiger junger Mann in Bundeswehruniform, der auf sie wartet. Das Treffen ist unbeholfen: die Eltern werden emotional, während der Sohn immer distanzierter und passiver wird, unsicher und komisch. Zuhause erwidert er die elterliche Zuneigung nicht, was sie verstört und aufwühlt. Katja macht einen letzten Versuch, ihren Sohn zu erreichen, indem sie ihn leidenschaftlich streichelt als er schon im Bett ist. Er stellt sich aber schlafend und sie gibt auf.
 
Am nächsten Tag sitzen Torsten und Katja wiederum in ihrem Auto und fahren zum Bahnhof. Die Stimmung zwischen ihnen ist angespannt. Sie sprechen kaum. Ein anderer junger Mann in Bundeswehruniform wartet an der gleichen Stelle.
Am nächsten Tag fahren Torsten und Katja erneut zum Bahnhof...

Uraufführung am 7. Juni 2012 auf der dOCUMENTA13 in Kassel
Kinopremiere am 27. Januar 2013 beim Rotterdam Film Festival (Short Tiger Competition)
Lobende Erwähnung: Internationale Kurzfilmtage Oberhausen (Mai 2013)
Jurypreis des Deutschen Wettbewerbs: Kurz Film Fest Hamburg 2013
Deutscher Kurzfilmpreis 2013 - Sonderpreis für mittellange Filme

Aktuelle Aufführungen und Festivals:
- Filmmuseum Frankfurt (11/2013)
- Impakt Festival in Utrecht (11/2/2013)
- Unlimited Festival in Köln (11/14-11/17/2013)
- Exground Filmfest in Wiesbaden (11/15-11/14/2013)
- Bucharest International Experimental Film Festival BIEFF (12/11-12/15/13)

 
mehr... weniger...

Pressestimmen

"Of the several films shown in the park, Omer Fast’s new piece, a 40-minute work titled Continuity, stood out." (Frieze)

Tief verstörend, geradezu deprimierend und schmerzhaft der Film „Continuity“ von Omer Fast: Ein Ehepaar lässt Callboys ihren in Afghanistan gefallenen Sohn spielen. Doch die Wiederholungen von Gesprächen am Esstisch, das sexuelle Begehren von Mutter wie Vater an den Jungen und fremdländische Tiere stören die gewünschte Illusion - unsere und die der Protagonisten. Der 40 minütige Spielfilm läuft in einer beengten Hütte. Tritt man danach in den Park, ist die Welt eine andere. (labkultur.tv)

If Omer Fast’s creepy and incestuous Continuity made me want to take a shower (the expert film follows a bourgeois German couple as they hire male escorts to enact the speculative homecoming of the son that they lost in Afghanistan). (art-agenda.com)

Unter den Werken der diesjährigen Documenta sticht eines besonderes heraus: Omar Fasts Continuity. In unserer neuen Kolumne Mein Tipp des Monats empfiehlt Leonhard Emmerling die beklemmende Installation über ein persönliches Afghanistan-Trauma.

Lobende Erwähnung/Begründung: Die Jury des deutschen Wettbewerbs vergibt in Oberhausen klassischerweise zwei Preise: den 3Sat Förderpreis und den Preis für den besten Beitrag des deutschen Wettbewerbs. In diesem Jahr möchten wir neben diesen beiden Preisen gerne noch eine lobende Erwähnung an einen Film aussprechen, der bereits andernorts viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Der Film beschäftigt sich mit einem Thema, mit dem sich in den letzten Jahren viele Filmemacher auseinandergesetzt haben, allerdings greift er dafür auf ein außergewöhnlich breitgefächertes Repertoire zurück: In einem komplexen Mash-Up aus Elementen der Film- und Kunstgeschichte spielt er geschickt mit den Erwartungen der Zuschauer. Diese finden sich in einem Loop wieder, dem sie nicht entkommen können. Ein perfektes Labyrint (Kurzfilmtage Oberhausen, Jury 2013)

Preise und Festivals