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5000 Feet is the Best

5000 FEET IS THE BEST Omer Fast, D/USA 2011, 30 min

Der Film beruht auf zwei Treffen mit dem Piloten einer Jagd-Drohne, die im September 2010 in einem Hotel in Las Vegas mitgeschnitten wurden. Vor laufender Kamera willigte der Pilot ein, die technischen Aspekte seiner Arbeit und seine täglichen Abläufe zu besprechen. Bei ausgeschalteter Kamera und unter der Hand erläuterte er kurz, dass es immer wieder vorkam, dass das unbemannte Flugzeug sowohl auf Soldaten und Zivilisten feuerte - und dass er pschychologische Probleme damit hatte - kurz danach brach er das Interview ab.

Statt geeignete Nachrichtenbilder oder Dokumentarmaterial zu benutzen, um die redigierte Story anzureichern, setzt Fast bewusst einen Schauspieler ein und wählt ein anderes Setting. Das inszenierte Interview wird mehrmals von den Exkursionen des Schauspielers unterbrochen, die den Zuschauer auf verschlungene Wege quer durch Las Vegas mitnehmen. In schnellen Rückblenden erzählt, formt die Geschichten eine kreisförmige Erzählung, die dennoch ruckartig zur Stimme und dem verschwommenen Gesicht des Drohnenpiloten zurückkehrt - und zu seiner unvollendeten Geschichte.

5000 FEET IS THE BEST ist nur für Kinovorführungen (in Kombination mit Omer Fasts Filmen CONTINUITY und EVERYTHING THAT RISES MUST CONVERGE) verfügbar.

Zur Biographie von Omer Fast

Omer Fast wurde am 1972 in Jerusalem geboren. Er absolvierte einen BA in Englisch an der Tufts University, ein BFA in Visual Arts an der Boston Museum School of Fine Arts und einen MFA am Hunter College, City University of New York. Seit dem Abschluss seines Studiums, im Jahr 2000, wirkte er an mehr als 150 internationalen Ausstellungen mit, darunter Einzelausstellungen im Whitney Museum in New York, Moderna Museet in Stockholm, Dallas Museum of Art, Museum of Modern Art in Vienna und Gruppenausstellungen, wie im Rahmen der dOCUMENTA13, Biennale in Venedig, des Guggenheim-Museum in New York und Centre Pompidou in Paris. Omer Fast erhielt den Bucksbaum Award für seine Arbeit „The Casting“ auf der Whitney Biennale im Jahr 2008 und den National Galerie’s Prize for Young Art in Berlin im Jahr 2009 mit seiner Arbeit „Nostalgia“. Sein Werk ist Bestand in zahlreichen internationalen Sammlungen, wie der Tate Modern, des Guggenheim Museum, Los Angeles County Museum of Art und Centre Pompidou.

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Pressestimmen

Blurred or pixellated faces mean truth; odd camera angles and tracking shots its opposite. It isn’t what we are shown that makes us believe. It is how we are shown it. (...) I doubt, having seen 5,000 FEET IS THE BEST, that you will ever look at the news in quite the same way again. (The Independent, 21.05.2014, Charles Darwent)

Preise und Festivals