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Torpedo

TORPEDO Helene Hegemann, D 2008, 42 min

Wild, riskant, gefährlich: Das deutsche Kino braucht mehr Torpedos!

-Der Festivalhit aus Hof und Preisträger des Filmfestivals Max Ophüls Preis!

Mia ist fünfzehn und schwer traumatisiert. Nach dem Tod ihrer Mutter zieht sie zu ihrer Tante Cleo und wird in die linke Kulturszene Berlins katapultiert. Jenseits von geregelten Familienverhältnissen versucht sie sich in einer Erwachsenenwelt zu etablieren, die skurriler ist, als es die Jugend je für möglich gehalten hätte.

Mit TORPEDO ist bei den Hofer Filmtagen 2009 ein Film aufgetaucht, der uns wirklich überrascht hat. Der Film ist nämlich in jeder Beziehung anders, und das scheinbar aus dem Bauch heraus, ohne Filmschule und Dramaturgen.Was diesen Film ausmacht ist seine ungewöhnliche Perspektive, endlich gibt es wirklich einen Film aus der Sicht einer Jugendlichen. Damit meine ich keine Kameraperspektive, sondern eine Haltung und ein entlarvender Blick auf die Erwachsenen. Hier ist nichts glatt gebügelt, auf schön getrimmt oder erklärt. Film pur, laut und unsauber, ein Glücksfall. Dass die Regisseurin und Autorin Helene Hegemann erst 16 Jahre alt ist und mit 14 Jahren das Buch geschrieben hat, ist zwar erstaunlich, der Film wäre aber genauso gut, wenn sie doppelt so alt wäre.

Nach kurzen 42 Minuten, eine unüblichere Länge kann man sich kaum ausdenken, hat man das Gefühl eines kompletten Filmerlebnisses. Das zeigt wie reich und klug der Film auch inhaltlich ist, und wenn man ihn zum zweiten Mal sieht ist er noch besser. Respekt Helene, Du hast wirklich Neuland betreten und wirst mit Deinem Film einiges aufmischen. Danke an Credo-Film, die Bundeskulturstiftung und das Filmteam, dass Ihr diesen Film möglich gemacht habt.    (Frieder Schlaich / 451)

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Pressestimmen

Ein formal bestechendes Debüt, das spielerisch immer wieder die filmische Illusion durchbricht, etwa durchs Aus-der-Rolle-Fallen der hervorragenden Darsteller, durch Asynchronitäten zwischen Bild und Ton und eine achronologische Erzählstruktur. Dabei gelingt der jungen Regisseurin ein erfrischender Blick auf eine "linksresignative" Erwachsenenwelt, der sie souverän zwischen Slapstick und Poesie den Spiegel vorhält. (Filmdienst, Ulrich Kriest)

Das Debüt der erst sechzehnjährigen Helene Hegemann erzählt mit beeindruckender Unbeirrbarkeit im Niemandsland zwischen Genie und Wahn, mit viel Tempo und getreu dem bekannten Godard-Ausspruch, ein Film müsse einen Anfang, eine Mitte und ein Ende haben, wenn auch nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. (FAZ, 28.10.2008, anlässlich der 42. Internationalen Hofer Filmtage, Rüdiger Suchsland)

„Torpedo“ das furiose Debüt der 16jährigen Helene Hegemann, die sowohl das Drehbuch geschrieben als auch Regie geführt hat, erzählt mit einer beizenden Katharsis vom Neuberliner Theater-Trash-Leben. Ein erstaunliches coming-of-age-Debüt mit autobiografischen Zügen und großartiger Besetzung: Alice Dwyer, Jule Böwe, Caroline Peters, Agon Ramadani, Matthias Matschke, u.a. (radioeins, 4.12.2008, anlässlich des Festivals Around the world in 14 films)

Helene Hegemann mischt das Kino auf: Mit 14 schrieb sie ein Drehbuch, mit 15 verfilmte sie es, jetzt ist sie 16 - und wird mit 'Torpedo' als Wunderkind des deutschen Kinos auf Festivals gefeiert. (Spiegel Online, 20.12.2008, Denis Demmerle)

Kein Film spürt dem Nachhall, den das Sterben bei den Überlebenden hinterlässt, so witzig, grotesk und tieftraurig nach wie Helene Hegemanns gut 40 Minuten langer Low-Budget-Film „Torpedo", der als bester Beitrag unter den mittellangen Filmen ausgezeichnet wurde. (FAZ, 02.02.2009, anlässlich des Filmfestivals Max Ophüls Preis, Tilman Spreckelsen )

Preise und Festivals