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Tangerine

TANGERINE Irene von Alberti, D/MAR 2008, 95 min

In Tanger, dem Tor zwischen Europa und der islamischen Welt, begegnet ein marokkanisches Mädchen einem jungen Paar aus Deutschland. Es entspinnt sich eine vielschichtige Dreiecksbeziehung in der Geld, Lügen und Prostitution zum Widersacher einer wirklichen Freundschaft oder gar Liebe werden.

Am 19.07.2010 um 00.10 Uhr lief TANGERINE im ZDF in der Reihe "Gefühlsecht" der Redaktion "Das kleine Fernsehspiel".

China-Premiere von TANGERINE in Hong Kong am 24. & 25. April 2010. Eine Veranstaltung des Goethe-Instituts in der Broadway Cinematheque Hong Kong.

Frankreich-Premiere von TANGERINE in Marseille im Rahmen des Festivals Aflam - Diffusion des cinémas arabes (27. Mai - 04. Juni 2010).

Tanger/Marokko. Amira wird von ihrer Familie auf die Straße gesetzt, weil sie lieber Tänzerin werden will als verheiratet zu werden oder als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie findet Unterschlupf in der Wohnung von Freundinnen, die ihren Lebensunterhalt als Prostituierte in den Bars von Tanger verdienen. Pia und Tom, Musiker aus Deutschland, lernen Amira in einer Diskothek kennen. Pia beobachtet Amira fasziniert beim Tanzen und lädt sie an ihren Tisch ein. Die beiden befreunden sich, doch Amira hat auch Augen für Pias Freund Tom. Da kommt Pia auf die Idee, mit Amiras Hilfe die angeschlagene Beziehung zu Tom auf die Probe zu stellen. Amira wiederum sieht in einer Affäre mit Tom ihre Chance.

TANGERINE lief ab dem 14. Mai 2009 in den deutschen Kinos. 
Vielen Dank an alle Kino-Besucher - für Eure tollen Reaktionen!

Preis für die beste Kamera beim New Berlin Film Award: Birgit Möller für »Tangerine«
Laudatio/Jurybegründung: Birgit Möller schenkt »Tangerine« wunderschön komponierte Bilder. Sie wagt sich besonders nah, aber ebenso sanft an die jeweiligen Frauen und ihre Konflikte heran, ohne dabei aufdringlich zu sein. Gleichermaßen geben ihre Einstellungen die intensive Atmosphäre von Tanger vermeintlich dokumentarisch wieder. Man spürt, dass es Birgit Möller mit ihrer souverän geführten Handkamera nie um aufgesetzte Authentizität oder Dynamik geht, sondern dass sie mit ihrer Arbeit den Darstellern und dem Erzählwunsch der Regisseurin den größtmöglichen Freiraum lassen will. Diese Eigenschaft des kontrollierten Zurücknehmens, über die man sich als Zuschauer normalerweise nur unbewusst freut, da man nie von den Figuren oder der Geschichte abgelenkt wird, möchten wir mit diesem Kamerapreis ganz bewusst und deutlich auszeichnen.

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Zitate

Pressestimmen

Die Regisseurin erzählt von einem Zusammenstoß der Kulturen im marokkanischen Tanger, von der unmöglichen Freundschaft zwischen einer deutschen Musikerin und einem Mädchen das als Tänzerin arbeitet. Die Grenzen zur Prostitution sind fließend. Ein flanierender, mit Handkamera gedrehter Film über die Verschränkung von Geld und Gefühl, mit zwei überzeugenden Hauptdarstellerinnen (Nora von Waldstätten und Sabrina Ouazani), dem man einen deutschen Kinostart wünscht - nicht zuletzt deshalb, weil Irene von Alberti im Gegensatz zu vielen ihrer Kollegen versucht, aus dem üblichen deutschen Mittelstandsverhältnissen wegzukommen und andere Lebenswirklichkeiten einzufangen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2008, Rüdiger Suchsland über die Hofer Filmtage 2008)

... Oder „Tangerine“, der erste Langfilm von Irene von Alberti („Stadt als Beute“). Eine runde Geschichte, die über den Tellerrand des Privaten hinausblickt. Großartig besetzt geht es um die Stellung der Frau, um Liebe, Freundschaft, Affäre und Prostitution in Marokko. (Zitty Berlin, 28.10.2008, Martin Schwarz über die Hofer Filmtage 2008)

...so wie Irene von Alberti, deren "Tangerine" in Marokko gedreht wurde und in Sachen Fotografie-, Drehbuch- und Darstellerqualität einen der stärksten Eindrücke der Filmtage hinterließ. Die mittlerweile in Berlin ansässige ko-produzierende Firma Filmgalerie 451 hatte mit Werner Schroeters "Nuit de Chien" noch ein weiteres Eisen im Feuer. Allerdings fand das ganz große Schroeter-Fest dann doch nicht in Hof, sondern ein paar hundert Kilometer südöstlich auf der Viennale statt. (Stuttgarter Zeitung, 27.10.2008, Ulrich Kriest über die Hofer Filmtage 2008)

"Tangerine" gelingt als deutschem Film das Kunststück, Einblicke in das Leben marokkanischer Frauen zu geben, ohne dabei in die Perspektive und Maßstäbe der deutschen Figuren zu verfallen, ohne zu werten und ohne einen touristischen Blick anzunehmen. Die Schauspieler, allen voran die aus Abdellatif Kechiches Filmen bekannte Sabrina Ouazani sowie Nora von Waldstätten, haben mit ihrem sympathischen und präzisen Spiel erheblichen Anteil an der wirklich entwaffnenden Natürlichkeit des Films, die ihn zu einem unprätentiösen, uneitlen und trotzdem intelligenten Genuß machen. (Schnitt, 04/2009, Oliver Baumgarten)

Preise und Festivals