MARSEILLE Angela Schanelec, D 2004, 95 min
Dem Leben abgeschaut - in 75 Einstellungen
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- All meine Filme beruhen auf dem Gedanken, dass ein Großteil des Lebens undurchschaubar, voller Missverständnisse und dem Zufall überlassen ist. Die Figuren leben im Widerspruch zwischen diesem Ausgeliefertsein und dem mehr oder weniger ständigen Versuch, sich dagegen aufzulehnen. Auch in 'Marseille' geht es um diesen letztendlich unlösbaren Konflikt. (Angela Schanelec)
Pressestimmen
Selten wurde mit schlichten Mitteln eine solche Dichte erzeugt, die Liebe zum Leben auf so ungewöhnliche Weise dokumentiert. (Programmkino.de)
Liebe und Verrat, Geburt und Tod, alles auf einmal ist schnell eine Nummer zu groß für ein Kino, das im Radius des Vertrauten bleiben möchte. Es sei denn, man bricht wie Angela Schanelec die großen Dramen auf ihren einfachen Kern hinunter. (Die Zeit, 23.09.2004, Birgit Glombitza) mehr...
Wenn erzählen heißt: Zusammenhänge herstellen und erklären, dann ist Angela Schanelec keine Erzählerin. Ihr geht es, im Gegenteil, um das Offenlassen. Ihre Filme produzieren kein Wissen, nicht über Figuren, Orte, Beziehungen. Sie zeigen, sie verweilen auf Figuren und an Orten, sie beobachten Menschen beim Sprechen und Schweigen, beim Arbeiten und Tanzen. Aber sie erklären uns nicht, was wir sehen. (taz, 18.05.2006, Ekkehard Knörer )
Preise und Festivals
- Cannes International Film Festival 2004 - Un Certain Regard
- Preis des Verbands der deutschen Filmkritik 2004 - Bestes Drehbuch


