DIESE NACHT - NUIT DE CHIEN Werner Schroeter, F/D/P 2008, 118 min
Eine Nacht um eine Wahrheit zu finden, die ständig flieht.
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- Auch einem verwundeten Menschen bleibt stets die Wahl, sich Gewalt, Brutalität und Bestialität zu widersetzen, doch all zu oft fällt auch er ihnen anheim. Und diejenigen, die dieser Gewalt verfallen sind, haben alle utopische Hoffnung verloren - Hoffnung als die einzige Möglichkeit Leben, Liebe und Leidenschaft aufrecht zu erhalten und den Tod mit Würde zu ertragen.“ Werner Schroeter
Pressestimmen
Herausragend und solitär. Noch einmal versammelt Schroeter das Arsenal seiner exaltierten, einzigartigen Verschmelzung von orgiastisch aufblühender visueller Schönheit mit deren akustischer Intensivierung durch eine Musikpalette aus Oper & Fado. (titel magazin 27.10.2008 , Wolfram Schütte über die 42. Hofer Filmtage) mehr...
Visuell überbordender Höllentrip in eine fiktive Stadt, die von einer brutalen Miliz terrorisiert wird. (Schwäbsiches Tagblatt, Peter Ertle) mehr...
Spätes Meisterwerk. Es kommt nicht oft vor, dass ein neuer Film wie ein unbekannter Klassiker wirkt. Es passiert nicht oft, dass man über einen Film sagen kann, dass es keinen zweiten Film gibt, der ihm gleicht. (Frankfurter Rundschau, 2.2.2009, Daniel Kothenschulte) mehr...
Ein elementares Kinostück. Konsquent wie eine elisabethanische Tragödie, unheimlich genau in der Kameraführung, hart in der Analyse politischer und sexueller Impulse, die Schroeter bei Foucault und Deleuze lernte. (Süddeutsche Zeitung, 2.4.2009, Fritz Göttler)
"Diese Nacht" ist der Albtraum des Til-Schweiger- und Marcus-Rosenmüller-Fans, ein Film wie ein Anschlag auf die kalorienbewusste deutsche Kinospaßgesellschaft, die den Exzess ebenso konsequent ausblendet wie die Askese. Schroeter dagegen will beides, den visuellen Überschwang und das elliptische, bruchstückhafte Erzählen, und Onettis Roman bildet für diese Doppelstrategie den idealen Rahmen. (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.4.2009, Andreas Kilb)
Ein ins Existenzialistische gewendeter Doppelgänger von "Casablanca". Werner Schroeter erzählt die Passion eines Mannes, der "an das Nichts genagelt" ist (Juan Carlos Onetti) und auf dieser Ebene ist "Diese Nacht" ein Sieg der Kunst über nicht nur diese Nacht. (Berliner Zeitung, 2.4.2009, Bert Rebhandl) mehr...
Wahrscheinlich tut man am besten daran, sich dieser Nacht einfach zu überlassen vom ersten Bild, vom ersten Ton an - und ihrem Sog aus Bildern und Tönen. Fassbinder hat über Schroeter einmal gesagt, er habe seinen Platz irgendwo zwischen Lautréamont, Novalis und Céline. Mit diesem zerstörerisch schönen, untergangsleuchtenden Nachtstück des Kinos hat er ihn endgültig eingenommen. (Der Tagesspiegel, 4.4.2009, Kirsten Decker) mehr...
Barockes Welttheater und allegorisches Endzeitspiel. Schroeter taucht das Inferno um Terror, Verrat und Opportunismus in gleißende Chiaro/Scuro-Effekte, zelebriert sein Trauerspiel wie transzendiert von klassischer Musik und feiert noch im Untergang die Farben. (Epd-Film, April 2009, Claudia Lenssen)
In operatic plenitude and bombastic images Schroeter designs a terrifying universe in a no man's land between life and death. With music from Mozart, Rossini and Liszt, and a stunning performance by Pascal Gregory. A furious fascinosum of the evil. (film-dienst 20/08 (biweekly))
The camera moves along with Ossorio through stage-like baroque settings, which, at times, freeze to wondrous still-lifes. The quester reaches deeper and deeper into the center of power of a misterious world, which Schroeter holds against the real one like the crystal ball of a sorcerer. (Der Standard / Vienna (daily))
Preise und Festivals
- Internationale Filmfestspiele Venedig, Wettbewerb, 2. September 2008 (Uraufführung), Goldener Löwe für Werner Schroeter für das Gesamtwerk mit "Diese Nacht"
- Toronto IFF 2008
- Hofer Filmtage, 22. Oktober 2008 (Deutsche Uraufführung)
- Viennale, 24. Oktober 2008 (Werner Schroeter - Tribute)
- Französische Filmtage Tübingen 12. und 19.11.2008. Nominiert für den Verleihförderpreis.
- Festival du Nouveau Cinéma- Montréal 2008
- Mar del Plata 2008 (Argentinen)
- Istanbul Filmfestival 2009
- Festival des deutschen Films 2009, "Besondere Auszeichnung"



