D'ANNUNZIOS HÖHLE Heinz Emigholz, D 2005, 52 min
Lifestyle als Autobiographie
Gabriele d’Annunzio (1863–1938) befasste sich 17 Jahre lang mit der Gestaltung des Vittoriale am Gardasee und funktionierte die dort von ihm konfiszierte Villa Heinrich Thodes zu seiner eigenen Kultstätte um.
Zitate
- Den Wahnsinn von innen spürbar machen, war die Aufgabe. Gezeigt wird ein innerer Raum, der quasi tomografiert wird. Die gestohlene und von d'Annunzio in Schichten neu arrangierte Sammlung aller möglichen Kunstobjekte wird zum ausgelagerten "Gehirn", das seine Gedanken und Assoziationen in Form von Fetischen preisgibt. (Heinz Emigholz im Interview mit der TAZ)
Pressestimmen
D’Annunzio’s Höhle ist ein Film über irrwitzige europäische Hardcore-Kultur, eine an einen bösen Traum erinnernde tour de force durch 15 Räume der 1921 von Gabriele d‘Annunzio bezogenen und bis zu seinem Tod bewohnten Villa Cargnacco in Gardone am Gardasee … Den Vertreter einer bombastischmorbiden Staatskunst und einen Vorläufer des Lifestyle sieht Emigholz in d’Annunzio, dessen Lebensraum er mit Abscheu, aber auch einem Schuss Faszination für diese groteske Arche Noah betrachtet. (Süddeutsche Zeitung)
Preise und Festivals
- Berlinale Forum 2005 (Uraufführung)
- Berlinale 2005
- Viennale 2005
- Images Film Festival Toronto
- New York Film Festival 2005



