Navigation überspringen


Roland Klick

Roland Klick - Collection

Roland Klicks Filme sind das Herzstück der Filmgalerie 451. Mit nur 7 zeitlosen Filmen und seinem Motto "Film und Publikum = Kino" fasziniert er bis heute.

NEWS / Retrospektiven

  • Juli 2016: Gesamtretrospektive im Filmhaus Nürnberg in Anwesenheit von Roland Klick!
  • JIMMY ORPHEUS läuft im Rahmen der Berlinale - Retrospektive 2016. (Mittwoch, 17.02. - 17:00 Uhr, CinemaXX 8 und Freitag, 19.02. - 17:00 Uhr, Zeughauskino.)
  • 24. November 2014: Roland Klick und Clemens Meyer beim Literaturfest München!
    Am Montag den 24.11. findet in München eine Begegnung der besonderen Art statt, der Autor Clemens Meyer hat Roland Klick zu einem Filmabend eingeladen, gemeinsam werden sie Ausschnitte aus Klicks Werk vorstellen.  
  • Ab September 2014: Roland Klick Reloaded im Hamburger b movie.
  • ROLAND KLICK - THE HEART IS A HUNGRY HUNTER am 23. August im Fernsehen (ZDF/3sat), danach für eine Woche kostenlos in der Mediathek.
  • Roland Klick - Spezial zum 75sten Geburtstag: Filmvorführungen von DEADLOCK (D 1970, 88 min) und ROLAND KLICK - THE HEART IS A HUNGRY HUNTER (D 2013, Sandra Prechtel, 80 min) - in Anwesenheit von Roland Klick, Gästen und einem besonderen DJ - Set von Irmin Schmidt von CAN (Filmmusik DEADLOCK) und Justus Köhncke!
    Volksbühne am Rosa - Luxemburg - Platz / Großer Saal / Donnerstag 10. Juli 2014
    Außerdem erscheint eine DVD-Box mit den restaurierten Filmen!
  • November 2013: Roland Klick - Retrospektive in Hannover
  • September 2013: Roland Klick erobert England! Retrospektiven in London und Cambridge.
  • August 2013: DEADLOCK, SUPERMARKT und WHITE STAR sind digital restauriert und liegen für Kinos erstmals auf DCP und Bluray vor!
  • Februar 2013: ROLAND KLICK - THE HEART IS A HUNGRY HUNTER im Berlinale - Panorama

„Sinnlichkeit, Glaubwürdigkeit und der Respekt seinen Filmfiguren gegenüber kennzeichnen das Kino des Roland Klick. Dazu kommt die Einheit von Mythos und Realismus: Charly Wierzejewski in SUPERMARKT ist nur eine kleine Asphaltratte, aber auch vom Hauch von James Dean und ewigem Rebellentum umgeben. Beides stimmt und ergibt das wahre Bild einer Figur.“ (Hans Schifferle zur Videoedition und zur Kinowiederaufführung im November 1997)

„...Klick ist eine Legende, so im Großen und Ganzen die einzige der letzten deutschen Kino-Dekaden. Man kann sich heute gar nicht mehr so recht vorstellen, daß hier mal Filme wie das „Can“-getriebene, acid-existentialistische Wüsten-Endspiel DEADLOCK, der pop-dialektische Sozialreißer SUPERMARKT oder der kraß selbstzerstörerische Punk-Klagegesang WHITE STAR produziert wurden ...
Klick hat sich selbst um die Edition gekümmert, man sieht's an der Qualität der Kopien: korrektes Format, gestochenes Ausgangsmaterial, kein Farbgeschliere. Roland Klick ist wieder in der Stadt...“ (Olaf Möller in „folglio“)

"Professionalität ist bei Roland Klick keine Frage des Outputs, sondern der Haltung. Kein anderer Regisseur in Deutschland hat so geradliniges, physisches Kino gemacht wie er, kein anderer hat sich zugleich so kompromißlos auf die Seite seiner Protagonisten geschlagen. Niemals wurden Schauspieler - bei Klick waren es immer entweder Stars oder Laien - von ihm zu Illustrationen irgendwelcher Thesen degradiert. Stets ging es Klick um ihre Individualtität, die immer spürbar in den Rollen aufging. An Intensität und Wahrhaftigkeit suchen seine Filme darum hierzulande ihresgleichen." (SZENE HAMBURG, 12/97, Jörg Schöning)

"Klick erzählt Geschichten und läßt sich auf Nebensächliches nur ein, wenn es dem Erzählen von Geschichten dient und damit nichts Nebensächliches mehr hat. Vielleicht liegt es an dieser ungewohnten und unerhörten Ökonomie, liegt es daran, daß er nichts anderes will als klassisches, schlankes Erzählkino, daß Roland Klick immer auch ein Fremder gewesen ist im deutschen Film, vor allem im Neuen Deutschen Film, der für einen, der sowenig Platz und jedenfalls keinen überschüssigen in Anspruch nimmt, prompt auch keinen rechten Platz gefunden hat. So ist er zwischen alle Stühle geraten als einer, mit dem man nicht gerechnet hatte..." (Aus der Laudatio anläßlich einer Roland Klick Retrospektive, 1992, Peter W. Jansen)

"Kino und Geschichtenerzählen. Das ist der rote Faden, der sich durch alle Filme von Roland Klick zieht. Seine Liebe zum Kino. Und sein Bewusstsein davon, was es schon alles gab, was schon probiert wurde und was gewagt." (epd Film, 10/84, Norbert Grob)

Lesetipp: „Das Kino des Roland Klick“ von Ulrich Berg erschienen in der edition filmwerkstatt

Biografie Roland Klick
Roland Klick wurde am 4. Juli 1939 in Hof an der Saale geboren. Seine Jugend verbrachte er in Neumünster, einer Kleinstadt in Schleswig Holstein. Bevor er sich dem Film zuwandte, betätigte er sich bereits erfolgreich als Jazzmusiker und Maler. Später studierte er acht Semester Theaterwissenschaft und war auch am Deutschen Institut für Film und Fernsehen eingeschrieben. In dieser Zeit verfasste er auch seine ersten Drehbücher und war Kameramann des dokumentarischen Spielfilms MÜNCHEN - TAGEBUCH EINES STUDENTEN von Rolf Schünzel. Ab 1962 drehte Roland Klick Kurzfilme: WEIHNACHT (1962), LUDWIG (1964) und ZWEI (1965). Alle drei Filme wurden mit Festivalpreisen ausgezeichnet (Mannheim, Krakau, Tours). Während der Dreharbeiten seines ersten Spielfilms JIMMY ORPHEUS (1966) geht die Produktionsfirma Atlas Pleite, aus dem vorhandenen Material stellt Klick eine knapp einstündige Fassung her, Impressionen aus dem nächtlichen Alltag eines Flaneurs großstädtischer Striplokale.
Auf der Suche nach einem italienischen Koproduzenten für DEADLOCK kam es in Rom zu einer mehrmonatigen Zusammenarbeit mit Federico Fellini bei den Vorbereitungen von SATYRICON. In Rom wurde Roland Klick auf eine Zeitungsnotiz aufmerksam aus der dann sein erster Langspielfilm BÜBCHEN (1968) hervorging, eine subtil beobachtete Psychostudie eines elfjährigen Jungen, der sein kleines Schwesterchen tötet - ob versehentlich oder nicht, bleibt offen - und unter Mithilfe seines Vaters die Leiche verschwinden läßt.
Kurz nach der Geburt seines Sohnes Alexander verunglückte Roland Klicks Frau Marlis bei einem Verkehrsunfall. Daraufhin stürzte er sich in die Arbeit seines zweiten Films DEADLOCK (1970) in der israelischen Wüste. Er drehte dort mit erheblichem finanziellen Eigenrisiko, ein vom Italowestern und der Drogenkultur gleichermaßen inspiriertes allegorisches Endspiel, zu dem es vorher und nachher nichts Vergleichbares gab. Der deutsche Film der siebziger Jahre hatte sein erstes Kultereignis, der Traum, auch hierzulande physisches Kino par excellence herstellen zu können, schien plötzlich erfüllbar. DEADLOCK wurde sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik ein Erfolg, Roland Klick erhielt seinen ersten Bundesfilmpreis, der Film das Prädikat „besonders wertvoll“. Den endgültigen Durchbruch schafft Klick 1973/74 mit SUPERMARKT, der packenden Geschichte eines hoffnungslosen Überlebenskampfes im Dschungel der Großstadt. Wiederum wurde Klicks Leistung als Regisseur mit einem Bundesfilmpreis honoriert. Immer auf der Suche nach publikumswirksamen Stoffen inszeniert Klick als nächstes die wohl gelungenste Adaption eines Romans von Johannes Mario Simmel: LIEB VATERLAND, MAGST RUHIG SEIN (1976). Im Jahr 1979 erhält der Regisseur seinen dritten Bundesfilmpreis für den abendfüllenden Dokumentarfilm DERBY FEVER, USA. Die brillante Reportage über das populärste amerikanische Galopprennen und den dadurch ausgelösten Medien- und Werberummel entstand in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk. Anschließend sollte Klick den „Stern“ Bestseller WIR KINDER VOM BAHNHOF ZOO verfilmen, doch nach mehreren Drehbuchentwürfen und nicht enden wollenden Differenzen mit der Produktionsfirma, zog sich Klick von dem Projekt zurück und begann WHITE STAR vorzubereiten, wie DEADLOCK und SUPERMARKT eine Eigenproduktion. Für die Hauptrolle dieser in der Berliner Musikszene angesiedelten Geschichte gelang es ihm, den Hollywoodstar Dennis Hopper zu verpflichten. Der Film entstand 1981/82 und lief bei den Hofer Filmtagen. 1984 erhielt Roland Klick für WHITE STAR seinen vierten Bundesfilmpreis.
Nach WHITE STAR realisierte Roland Klick eine Komödie mit dem Titel SCHLUCKAUF über eine junge Frau die es vom Land nach Berlin verschlägt. Schon während der Produktion kam es zu Querelen mit dem Produzenten und der FFA, so dass dieser Film nie regulär veröffentlicht werden konnte.
Roland Klick zog sich danach aus dem Filmgeschäft zurück, machte ausgedehnte Reisen durch Südostasien und Südamerika, lebte lange Jahre an der Westküste Irlands und arbeitete an filmtheoretischen Schriften und einem Roman. Roland Klick unterrichtet an verschiedenen deutschen Filmhochschulen.

Filme von Roland Klick auf DVD und VHS

Roland Klick Filme - DVD Collection (D 1962 - 2013, 540 min)

von Roland Klick

5 DVD-Box: Erstmals mit den Filmen "Schluckauf" und "The Heart is a Hungry Hunter"!

mehr...


Bübchen (Deutschland 1968, 86 min)

von Roland Klick

Fäulnis im Kleinbürgermief - Das Debüt von Roland Klick!

mehr...


Deadlock (Special Edition) (D 1970, 88 min)

von Roland Klick

Klicks psychedelische Treibjagd im Niemandsland

mehr...


Supermarkt (D 1973, 84 min)

von Roland Klick

Willi plant das ganz große Ding – Der Kultfilm von Roland Klick!

mehr...


White Star (D 1981-83, 92 min)

von Roland Klick

Extreme Regiebedingungen und zügelloses Schauspiel!

mehr...


Das Kino des Roland Klick - Interview und Kurzfilme (D 1997, 177 min)

von Roland Klick / Frieder Schlaich

Ausführliches Interview mit einem Ausnahmeregisseur!

mehr...


Schluckauf (D 1987-1989, 92 min)

von Roland Klick

Landei Flo (Irene Findeisen) will in Berlin Karriere machen. Nach zähem Kampf findet sie Unterschlupf bei dem angeblichen Model Chantal (Cathy Haase).

mehr...


Jimmy Orpheus (D 1966, 52 min)

von Roland Klick

Ein Hafenarbeiter muss durch die Straßen Hamburgs ziehen, als er aus seiner Unterkunft ausgesperrt ist. Im ärmeren Teil der Stadt trifft er eine junge Frau. Er will eine Affäre mit ihr beginnen, aber es soll nicht sein.

mehr...


Derby Fever USA

von Roland Klick

Kentucky im Pferdewahnsinn - Der dritte Bundesfilmpreis für Roland Klick!

mehr...

Lieb Vaterland magst ruhig sein

von Roland Klick

Berlin 1964, blühendes Geschäft mit der Fluchthilfe - Ein Simmel-Buch und ein Klick-Film!

mehr...