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Herbert Fritsch

HERBERT FRITSCH – FILME

Herbert Fritschs Inszenierung "Die spanische Fliege" an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im Juli 2011 in Berlin, nahmen wir zum Anlass, erstmals alle seine Filme im Kino zu zeigen. An 11 Abenden präsentierte die Filmgalerie 451 die filmische Seite des Schauspielers und Regisseurs, der 2011 auch mit zwei seiner Inszenierungen ("Nora" und "Biberpelz") beim diesjährigen Theatertreffen zu Gast war. Herbert Fritsch war an den ersten drei Abenden persönlich anwesend, das Filmgespräch vom 30.06.2011 zu ELF ONKEL ist jetzt auf der DVD zu sehen. Die Veröffentlichung weiterer Filme auf DVD ist in Planung.

O-Ton Herbert Fritsch: "Mich interessieren nur Bilder, Gesichter und der Rythmus von Sprache und Musik. Ich will Geschichten zwischen den Bildern erzählen, ohne dass das Publikum das merkt". Die Menschen sollen erst Tage danach begreifen, dass ich ihnen damit eine Geschichte untergejubelt habe, - und dann nachts aufwachen und mir die Mailbox vollquatschen."

ELF ONKEL (D 2010) eröffnet das Programm, Fritschs erster Langfilm, den die Süddeutsche Zeitung als "radikalste Hamlet-Mutation seit Heiner Müllers Hamletmaschine" bezeichnete, wahrscheinlich der komischste Experimentalfilm der letzten Jahre! 
Mit seinem langjährigen Projekt hamlet_X hat Herbert Fritsch in bisher 58 Kurzfilmen Hamlet in unterschiedlichsten Formen in unsere Zeit geholt und damit ein großes Mosaik und Labyrinth aus Szenen, Gesprächspartikeln, Interviews und Portraits geschaffen. Der Tagesspiegel schrieb einst, hamlet_X versammele das beste Ensemble der Stadt in einem Projekt! (u.a. mit Christoph Schlingensief, Ulrich Mühe, Corinna Harfouch, Carl Hegemann, Leander Haußmann, Wolfram Koch, Hannelore Hoger, Matthias Schweighöfer, Susanne Lothar, Kathrin Angerer, Paula Fünfeck) Unsere Retrospektive zeigt an zwei Abenden die erste und zweite Staffel.

Mit HAPPINESS IS A WARM GUN (CH 2001), Thomas Imbachs Verarbeitung der Suizid-Ereignisse um Petra Kelly und Gert Bastian und der Fortsetzung HAPPY TOO (CH 2002) sowie Frank Castorfs DÄMONEN (D 2000) und DER IDIOT (D 2006) zeigt die Retropektive Filme in denen Herbert Fritsch als Darsteller brilliert.

DR. JEKYLL AND MRS. HEIDI (D 2006) und KINDERKARUSSELL (D 2007) sind zwei Filme, die Herbert Fritsch im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe realisiert hat. Er spielt und zeichnet für die Idee und Regie verantwortlich. Herbert Fritsch hat mit diesen Filmen (der Dritte ist gerade im Entstehungsprozess befindlich) das neue Genre des Info-Splatter-Horror-Tainements erfunden. Passend zu den Arztfilmen zeigt APOKALYPSE (D 2010), Fritsch dritter Film in diesem Programm, über 100 Kinder beim deklamieren der Sieben Siegel aus dem Buch 'Die Offenbarung des Johannes'.

Eine ganz besondere Entdeckung ermöglicht das Programm mit frühen Arbeiten von Herbert Fritsch, den Filmen DIE SUPPE (CH 1984), DER OHRENWURM (CH 1986) und ZITTERCHOR (D 1991).

Über den Regisseur und Schauspieler

Herbert Fritsch absolvierte seine Schauspielausbildung in München. Danach spielte er an verschiedenen großen Bühnen im In- und Ausland. Er war von Anfang der 1990er Jahre bis 2007 im Ensemble von Frank Castorf an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz als Schauspieler tätig.

Parallel arbeitet Fritsch als Medien-Künstler, dreht erste Filme auf 18 und 35 mm und zeigt Ausstellungen in Deutschland und der Schweiz mit Fotoarbeiten und Computeranimationen. Die Vernetzung der verschiedenen Künste und Medien in Fritschs Arbeiten werden immer deutlicher und verdichten sich zusehends. Seit 2000 münden alle Bestrebungen im intermedialen Kunstprojek hamlet_X. Dieses Projekt zeigt sich in fast allen Medien und Ausdrucksformen. Fritsch ist dabei Schauspieler, Film- und Theaterregisseur, Autor, Performer, Fotograf und Zeichner.

Seit 2007 arbeitet Herbert Fritsch ausschließlich als Regisseur an verschiedenen deutschen Bühnen. Er inszeniert u.a. Tartuffe, Volpone, Bieberpelz, Nibelungen und Komödien von Moliere, Curt Götz und Eugene Labiche.

2009 wird er mit dem Gordana-Kosanovic- Schauspieler-Preis und dem Oberhausener Theaterpreis // 1. Jurypreis für seine Arbeit als Regisseur und Bühnenbildner ( „Tartuffe” und „Die Beute”) ausgezeichnet. 2009 widmen die Oberhausener Kurzfilmtage Herbert Fritsch ein so genanntes PROFIL und zeigen erstmals alle Filme von Herbert Fritsch im Kontext eines Festivals.

2011 wurde Herbert Fritsch mit 2 Inszenierungen zum Berliner Theatertreffen eingeladen.

Filme von Herbert Fritsch auf DVD

Elf Onkel (D 2010, 101 min)

von Herbert Fritsch

Klassischer Stoff trifft hier auf wahnwitzige digitale Bild- und Soundästhetik und wird zu einer wilden Mixtur aus Camp und Kunst.

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Hamlet_X (Volume 1)

von Herbert Fritsch

Hamlet im Labyrinth

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Hamlet_X (Volume 2)

von Herbert Fritsch

Hamlet zum zweiten Mal im Labyrinth

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Hamlet_X (Volume 3)

von Herbert Fritsch

Hamlet immer noch im Labyrinth

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