Edition Debütfilme
Debütfilme finden eine besondere Beachtung auf Festivals und in der Presse, werden aber leider vom Publikum meist übersehen. Es sind Perlen, an die kaum heranzukommen ist und die auf vielfältigste Weise noch geborgen werden müssen. Und es sind Filme, die den Machern besonders am Herzen liegen, die oft rau und voller Leidenschaft sind. Hier haben sie erstmals ihre Spuren hinterlassen und die eigenen Wege gebahnt.
Das Debüt stellt sich so in seiner Wichtigkeit für ihr gesamtes Schaffen und das aktuelle Kinogeschehen dar. Die Frage, wie sich unterschiedliche Ansätze ihren Platz erobert haben, wie sich Wirkungen und vielleicht auch heutige Selbstverständlichkeiten ergeben konnten, wird durch sie neu aufgeworfen.
Die DVD – Reihe der Filmgalerie 451 und des Filmmagazins Schnitt will mehr sein als eine Sammlung früher Filme und wird deshalb von eigens produzierten Interviews mit den Regisseuren begleitet werden. Es geht um einen Rückblick auf den ersten langen Film, was seither geschehen ist und wie sich die Produktionsbedingungen verändert haben. Und dies am Beispiel jener deutschen Filmemacher, die heute mit ihren jüngsten Werken mehr denn je und ganz aktuell im Kino vertreten sind.
Deshalb sind die Debütfilme jetzt besonders interessant. Vergleiche zum heutigen Werk werden ermöglicht, Linien und Veränderungen erst nachvollziehbar gemacht. Was ist selbstverständlich, was/wer überraschend – gerade auch in den subjektiven Übergängen und Brüchen?
Filme
von Dani Levy, Helmut Berger, Anja Franke
Eine Berliner Liebesgeschichte im Kugelhagel - Das Debüt von Dany Levy
Überall ist es besser wo wir nicht sind
von Michael Klier
Entweder ist das Gras grüner, oder die Häuser sind höher, oder die Sonne ist wärmer!